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Nocht,
Die junge Deutsche Marine hat diese Zustände nicht miterlebt. VonAnfang an wurde grade in unsrer Marine auf die Erfüllung der Forde-rungen der Humanität und der ärztlichen Wissenschaft sowohl im All-gemeinen, wie ganz besonders bei der Krankenpflege in hervorragenderWeise Bedacht genommen.
Die Kopfstärke der Deutschen Marine war 1898 bis auf ungefähr18500 Mann angewachsen, wird sich aber in den nächsten Jahren undJahrzehnten voraussichtlich verdoppeln und verdreifachen. Durchschnitt-lich befinden sich zwei Dritttheile der Mannschaften an Bord unsererKriegsschiffe, die übrigen auf dem Lande.
Die Kopfstärke belief sich:bei der Englischen beiderOesterreichischen
Marine
1896
auf 72620 Mann
Marine
1896
auf 9781 Mann
bei der Italienischen
Marine
1896
auf 23322 Mann
bei der Amerikanischen
Marine
1896
auf 14196 Mann
bei der Japanischen
Marine
1896
auf 13006 Mann
Der Gesundheitszustand, die Erkrankungshäufigkeit, die Art derKrankheiten und die Sterblichkeit sind natürlich nach den Gegenden, indenen die Kriegsschiffe sich bewegen und den Aufgaben, die der Marinezufallen, sehr verschieden. Der allgemeine Krankenzugang für dieganze Deutsche Marine ist im Durchschritt der letzten 10 Jahrenicht wesentlich höher als in der Armee und etwas niedriger als in derenglischen Marine gewesen.
Der tägliche Krankenstand belief sich in der Deutschen Marine1895/96 auf 37,2 pM., 1896/97 auf 39,8 pM., und zwar an Bord auf40,0 bezw. 42,3 pM. und am Lande auf 33,3 bezw. 36,2 pM. der Kopf-stärke.
In den fremden Marinen betrug der tägliche Krankenstand:
in der Englischen
Marine1895: 41,63 pM.1896: 39,08 pM.
in der Oesterreichischen
Marine
1895: 32,0 pM.
1896: 30,3 pM.
in der Italienischen
Marino
1895: 29,47 pM.
1896: 28,05 pM.
in der Amerikanischen
Marine
1895: 34,27 pM.
1896: 29,71 pM.
in der Japanischen
Marine1895: 40,88 pM.
Die durchschnittliche Behandlungsdauer belief sich (einschliesslichder in Landlazarethen des In- und Auslandes behandelten Schiffskranken)in der ganzen Deutschen Marine 1895/96 auf 14,5 und 1896/97 auf