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2,2 (1903)
Entstehung
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341
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Specielle Kranken Versorgung für Soldaten. (Beim Landheer, im Kriege.) 341

184850 1364 Todte durch Verwundung, 1050 durch Krankheit be-rechnet. Im Krimkrieg fielen nach Ohenu 53 009 Mann, 731991 star-ben an Krankheiten. Nach Hausner starben im Italienischen Kriege1859/60 129 874, bei Solferino starben von 126 722 OesterreichischenStreitern 13 000 Mann. Im Nordstaatenheer starben an Krankheiten224 586, an Wunden 43 000, gefallen 67 038; vom Südheer starben anKrankheiten 120 000, an Wunden 20 893. Vom Preussischen Heerwurden 1864 verwundet 2443, in der Schlacht fielen 422, später ge-storben 316; 1866 starben auf Preussischer Seite 2553, nachträglich er-lagen der Wunden 1519; verwundet waren 16 284; an Krankheitenstarben 1427; die Oesterreicher zählten ,24 096 Verwundet; es fielen8873. Bei einer Höchstmobilstärke von 949 337 Mann wurden 1870/71auf Deutscher Seite 116 821 Verwundungen gezählt, gefallen sind 17 255und später gestorben 11 023. Prankreich verlor 138 871 durch Tod.Im Chilenischen Kriege wurden 13 868 Todte, 11 251 Verwundete aufge-zählt. Von den neueren Kriegen berichten die Roth'schen Jahresbe-richte über die Leistungen und Fortschritte auf dem Gebiete des Militär-sanitätswesens und muss auch hier auf diese wichtige Quelle der Be-lehrung verwiesen werden.

Die neue Phase der freiwilligen Kriegskrankenpflege datirt seitder Entstehung . des Genfer Vortrages. Sie selbst ist weit älter. Admatres, sagt Tacitus, ad conjuges vulnera ferunt. Die biblische Sama-riteridee verkörperte sich in den Deutschen Ritterorden während derKreuzzüge. Fromme Männer- und Weiberorden setzten das Liebeswerkfort. Unter der Führung fürstlicher Frauen entstanden mit dem Beginnder Freiheitskriege zahllose Wohlthätigkeitsvereine, Nächstenliebe undBarmherzigkeit zeigten sich in edelster Gestalt. Im Krimkriege leuch-teten die Thaten der Miss Nightingale. Der Johanniterorden verpflegte1864 Verwundete dreier Armeen und brachte Hilfe in freiwilliger Thätig-keit. Aus der blutigen Saat von Solferino erwuchs somit eine edleFrucht, die Gräuel der Schlachten fachten die freiwillige Begeisterungpatriotischer Männer- und Frauenherzen in internationaler Ausdehnungan, nunmehr gemeinsam eine organisirte Hilfe im Anschluss an diestaatliche zu schaffen. Das internationale Rotbe Kreuz als Gesammtaus-druck freiwillige]- Thätigkeit in der Kriegskrankenpflege hat den GedankenDunants verwirklicht. Der Kern des Volkes steht in einem Zukunftskriegein Waffen, alle Gesellschaftsklassen haben das gleiche Interesse dasLoos des Kranken und Verwundeten zu lindern. Es ist die Frage auf-geworfen worden und sie hat seit Billroth's Rede in der Oesterreichi-schen Delegation am 2. December 1891 eine neue Anregung erfahren:Reicht denn der staatliche Sanitätsapparat aus in Folge der Verbesserungder modernen Kriegsgeschosse und des rauohschwachen Pulvers? Erreicht aus, weil die Militärverwaltungen ein wachsames Auge haben undmit ihrer Kriegssanität den Forderungen der Neuzeit folgten. DieDeutsche Kriegs-Sanitäts-Ordnung vom 10. Januar 1878 hatte schon eineAntwort auf obige Frage in dem Sinne gegeben, dass von dem Patrio-