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2,2 (1903)
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287
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Specielle Krankenversorgung für Soldaten. (Beim Landheer, im Frieden.) 287

und Deutsche Heer aus den letzten Jahren angefügt: Der OesterreichischcBericht wird von dem k. und k. technischen Militärcomite herausgegebenund zwar seit 1895 unter Weglassung der Aushebungsergebnisse. DerKrankenzugang sank 1896 bis 735,7 vom Tausend der Kopfstärke,wovon 343 in Heilanstalten aufgenommen wurden, deren Tagesbestand26,4 betrug. Auf jeden Mann kamen 13,3 Krankentage. Die Zahl derVerstorbenen belief sich auf 3,46 von je 1000 der Kopfstärke. DerBericht für 1896 giebt eine Statistik von 227 einzelnen Garnisonorten,von denen Pola, Warasdin und Trembowla die ungünstigsten Verhältnisseaufwiesen. Von den Völkerschaften erschienen die Rumänen am hin-fälligsten, doch war der Krankenzugang bei den Kroaten am höchsten.Von je 1000 Kranken genasen nach durchschnittlich 27tagiger Behand-lung 813, es starben 9,6 und 177,4 gingen anderweit ab. Der Aufwandan Heilmitteln für jeden Kranken betrug 72,56 Heller. — Auf jeLOOO Mann der Kopfstärke wurden wegen zeitlicher Invalidität 33,6 be-urlaubt und wegen dauernder 30,9 entlassen. Unter letzteren wogenEingeweideverlagerung, unter ersteren chronischer Bronchialkatarrh alsGrund vor. — Von je .1000 der eingestellten Rekruten waren 29,9wegen Dienstuntauglichkeit alsbald wieder zu entlassen. Von Sectionenwurden 1896 vorgenommen: 1148 pathologisch-anatomische und 444 ge-richtsärztliche; ferner fanden 1448 chirurgische und Augen-Operationenstatt. Vaccinirt wurden 16805, revaccinirt 149 603 Mann mit 79pCt. Erfolg.Die Bade-Heilanstalten nahmen 2232 Militärpersonen auf. Von einzelnenKrankheiten entfielen 1896 auf je 1000 der Kopfstärke 3,5 Darmtyphus-fälle, 22,6 Malariafieber, 5,3 Trachom und Augcnblennorrhoe, 61,4 Ve-nerie, 6,4 croupöse Lungenentzündung, 10,4 Gelenkrheumatismus, 73,2Verletzungen.

Betreffs der Sanitätsstatistik des Deutschen Heeres liegt als letzteVeröffentlichung der „Sanitäts-Bericht" der Medicinalahtheilung desTreussischen Kriegsministeriums (Berlin 1898, bei Ernst Siegfried Mittleru. Sohn) vor. Dieser umfasst ausser der Preussischen Armee das XII.(Sächsische) und XIII. (Württembergische) Armeecorps; er erstreckt sichüber die Zeit vom 1. April 1894 bis 30. September 1896 und bietetdeshalb weder über das gesammte Heer, noch über ein KalenderjahrZifferwerthe, welche mit denen der Heere anderer Oulturstaaten oderdem Deutschen Marine-Sanitätsberichte 1895/7 unmittelbar vergleichbarsind. Von 1873 bis 1896 erstreckte sich die Deutsche Berichterstattung-jeweilig auf das vom 1. April bis 31. März festgesetzte Etatsjahr.„Ein Vortheil hat sich hieraus für die Statistik nicht ergeben," sagtdie „Vorbemerkung" zu dem letzten Sanitätsberichte selbst. Man hatnun das „Berichtsjahr" seit 1896 auf die Zeit vom 1. October bis30. September festgelegt, damit es sich mit dem militärischen Aus-bildungsjahre decke. Es leuchtet ein, dass dieser Vortheil dann zurGeltung käme, wenn alle Mannschaften nur ein Jahr lang activ dienten.Auch in diesem Falle würde dadurch der Nachtheil kaum aufgewogen,welchen vorübergehend die Verschiebung des Berichtsjahres und dauernd