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dass in den Gemeinden mit 5000 und weniger Einwohnern im Jahre1876 40,2 pCt., im Jahre 1887 nur noch 34,0 pCt. der sämmtlichenAerzte im Staate thätig waren. Demgegenüber wurden in den Städten,welche über 5000 bis 50000 Einwohner hatten, im Jahre 1876 29 pCt.,1887 34,2 pCt. der sämmtlichen Aerzte gezählt. Auf 14 Städte mit50000 bis 100000 Einwohnern kamen 1876 12,7, 1887 13,2 pCt. dersämmtlichen Aerzte. Endlich befanden sich zur Zeit der beiden Zählun-gen 1875 und 1885 im Stadtkreis Berlin 9,7 und 11,7 pCt. aller Aerztedes preussischen Staates.
Sehr erhebliche Unterschiede zeigen die einzelnen Bezirke in Bezugauf die quantitative Versorgung mit Aerzten, wie in Bezug auf dieräumliche Ausdehnung des auf einen Arzt entfallenden Fläehenraumes.Am ungünstigsten sind in dieser Hinsicht die dünn bevölkerten östlichenBezirke gestellt. Entsprechend seiner Bevölkerungszunahme zeigte derRegierungsbezirk Oppeln eine erhebliche Zunahme der Aerzte in denletzten Jahren. Während im Jahre 1891 ein x\rzt auf 5305 Einwohnerentfiel, kam Ende 1894 ein Arzt bereits auf 4483 Einwohner. Von den368 Aerzten des Bezirks im Jahre 1894 waren 80 in ländlichen Ort-schaften thätig, vorwiegend indes im industriellen Theil des Regierungs-bezirks.
An der Vermehrung der Aerzte, deren Zunahme im Jahre 1893 inDeutschland gegenüber dem Jahre 1887 22,2 pCt., gegenüber dem Vor-jahre 5,4, in Preussen gegenüber dem Vorjahre 6,44 pCt. betrug, sinddie östlichen Provinzen im Allgemeinen in viel stärkerem Maasse be-theiligt als die westlichen Provinzen; so betrug im Jahre 1887 die Zu-nahme im Regierungsbezirk Gumbinnen 41, in Bromberg 33 pCt. der imJahre 1876 ermittelten Aerzteziffer. Diese Zunahme in den östlichenProvinzen betraf indess ausschliesslich die grossen und mittelgrossenGemeinden; letztere (mit 5000 bis 20000 Einwohnern) hatten im Ostendes Staates durchschnittlich mehr Aerzte aufzuweisen als in den west-lichen Provinzen, während in den kleineren Gemeinden ein weitererRückgang sich bemerklich machte.
In Württemberg wurden im Jahre 1897 unter Berücksichtigung derStädte von über 5000 Einwohnern je 100000 Stadtbewohner von durch-schnittlich 92 Aerzten versorgt, während auf 100000 Jjandbewohner nur21 Aerzte kamen.
Der hauptsächlichste Grund dafür, dass das platte Land in grosserAusdehnung mit Aerzten ungenügend versorgt ist, liegt in dem Umstände,dass viele ländliche Gegenden, insbesondere die dünner bevölkerten desOstens, dem Arzte nur unter besonderen Verhältnissen und unter Ver-zichtleistung auf Vieles, was das Theben schmückt, eine ausreichendeExistenz zu bieten vermögen; hierzu kommen die erheblichen Anforde-rungen, die an die körperliche Jjeistungsfähigkeit des Landarztes gestelltwerden, um es hinreichend zu erklären, wenn trotz der Ueberproductionan Aerzten das Hache Land, namentlich im östlichen Theil der preussi-schen Monarchie, vielfach noch gänzlich unzureichend mit ärztlicher Hilfe