Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
730
Einzelbild herunterladen
 

730 G. Meyer,

Von den

IL Aussereuropäischen Ländernsind besonders zu nennen:

1. Argentinien.

In Buenos Aires besteht ein besonderer Rettungsdienst, welchernach modernen Grundsätzen eingerichtet ist. Die Polizisten leistenerste Hülfe und bringen einen Verunglückten in das nächstgelegenePolizeiamt, wo sofort der Polizeiarzt weitere Funktion übernimmt. Auchdie organisirte Feuerwehr besorgt erste Hülfe bei Unfällen.

2. Britisch Guiana.

SieheKrankentransportwesen". Die dort erwähnten Hospitäler haben3580 Betten. In Georgetown ist ein wohlausgerüstetes Kranken-haus mit 800 Betten.

3. Canada.

Die Ausdehnung des Landes, bei einer Bevölkerung von nur etwa5 Millionen Einwohnern, kommt etwa der der Vereinigten Staatengleich. Der grösste Theil der Bewohner lebt in Einzelhöfen oder sehrkleinen Orten, nur ein ganz kleiner Theil in grösseren Ortschaften. Ausdiesem Grunde ist ein Rettungsdienst nur in den grösseren Städten aus-führbar und ist auch hier der Privatfürsorge überlassen. Die meistengrösseren Krankenhäuser haben auf eigene Kosten einen Rettungsdiensteingerichtet, welcher mit Hülfe der Fernsprecher funktionirt.

4. Centralamerika.

In den meisten Staaten sind eigene Einrichtungen für Rettung Ver-unglückter, abgesehen von den imKrankentransportwesen" genannten,kaum vorhanden.

5. China.

In Honkong besitzt jede Polizeistation Transportgeräthe zur Ver-sorgung von auf der Strasse oder bei Sportspielen verunglückten odererkrankten Personen. Bei den Spielen sind stets dergleichen Gerät-schaften auf Anordnung der Polizei vorhanden. Die Europäischen Mit-glieder der Polizei haben Unterricht in der ersten Hülfe mit Prüfung amSchlüsse der Kurse. Ferner werden sie in der ersten Hülfe bei Schein-todten unterwiesen.

6. Englische Oolonien.

Die Englischen Oolonien verfügen über vortreffliche Einrichtungenauf dem Gebiete der ersten Hülfe und des Rettungswesens, da in allendie St. John's Ambulance Association Zweigvereinigungen unterhält,