650 G. Meyer,
auf der 23. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesund-heitspflege aus der Denkschrift der Staatseisenbahn-Verwaltung -anden Deutschen Reichstag ist zu entnehmen, dass, wenn man dieZahl der beförderten wie der verunglückten Reisenden mit der Zahlder Zugkilometer der zur Personenbeförderung dienenden Züge ver-gleicht, man bezüglich der beförderten Reisenden folgendes Ver-hältniss erhält bei den Staatseisenbahnen
Preussens Deutschlands Frankreichs Englands
1 : 0,92 : 0,71 : 1,33
bezüglich der verunglückten Reisenden aber bei den Staatseisen-bahnen
Preussens Deutschlands Frankreichs Englands
1 : 1,10 : 1,83 : 5,54
Es ist weiter aus diesen Tabellen zu entnehmen, dass auf 1 MillionPersonenkilometer die Zahl der verunglückten Reisenden im Jahres-durchschnitt betrug:
auf den Preussischen Staatsbahnen . . . 0,015 Reisende 1,00
„ allen Deutschen Bahnen.....0,019 „ 1,27
„ den Oesterreichisch-Ungarischen Bahnen 0,025 „ 1,67
„ allen Vereinsbahnen......0,022 „ 1,47
„ den Französischen Bahnen .... 0,039 „ 2,60Dies ergiebt ein Verhältniss von 1 : 1,27 bezw. 1,67 : 1,47 : 2,60.Von 1000 Angestellten verunglückten von 1880—1897 im Jahres-durchschnitt auf den Preussischen Bahnen 5,31, auf den DeutschenBahnen 6,11 und auf 1 Million Zugkilometer auf den PreussischenBahnen 6,22, auf den Deutschen Bahnen 6,84.
„Danach betrug die Gesammtzalü der verunglückten Personen auf 1 Million Zug-Kilometer aller Züge im Durchschnitt der verglichenen Jahre
auf den Preussischen Staatsbalmen . . 6,86 Personen„ allen Deutschen Bahnen .... 7,60 „
Es sind also in England und Prankreich mehr Reisende verunglückt als inDeutschland. Sehr beruhigend wirken die von Blume aus dem Buche von Weber„Schule dss Eisenbahnwesens" 1880 angeführten Zahlen. Die Gefahr auf der Eisen-bahn zu verunglücken, ist bei den preussischen Bahnen dreimal geringer, „als diegewiss nicht sehr nahe liegende Wahrscheinlichkeit, das grosse Loos zu gewinnen".Nach einer anderen Berechnung Weber's wird ein Reisender, wenn er Tag und Nachtauf einer preussischen Eisenbahn fährt und 21 km in der Stunde zurücklegt, nach307 Jahren verletzt und nach 1540 Jahren getödtet werden. Endlich ist nach Weberstatistisch nachgewiesen, dass im Jahre 1872 in Preussen mehr Personen (546) durchLastfuhrwerke verunglückten als durch Eisenbahnfahrt (460)".
Und dabei war damals noch keine elektrische Strassenbahn imBetrieb, welche in einzelnen Städten erhebliche Unfälle verursacht.
Für die Mitnahme von Geräthscbäffen im rollenden Zuge ist zu be-achten, dass der Inhalt der Rettungskästen durch die beständige Erschütte-rung und durch das Eindringen von Rauch und Staub auch bei sorg-samstem Verschluss beschädigt wird. Ferner können die Gegenstände bei