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Aufgabe gestellt haben, bei eintretender Wassersgefahr in Hirschberg undder nächsten Umgebung geeignete Hülfe zu leisten. Diese Hülfe ge-schieht auf Erfordern der Polizeiverwaltung. Alle Ausrüstungsgegen-stände erhielt die Wehr von der Stadt. Es sind zwei vollständig aus-gestattete Pontons genau nach dem Muster der bei den Pionieren ge-bräuchlichen, die zum Transport derselben notwendigen Hakets, und eineiserner Nachen vorhanden, welcher aber nur an überschwemmten Stellenmit geringer Strömung zu verwenden ist. Jeder Ponton enthält 4 Staken,4 Ruder, 1 Steuer, 5 eiserne Rudergabeln, 1 Hakenstaken, 2 Belag-bretter, Anker mit 5 m langem Tau, Schnürleinen, Treidelleinen, Rettungs-ringe und -balle. In jedem Haket befindet sich ein Werkzeug- und einVerbandkasten mit erforderlichen Verbandmitteln. Jedem Fahrzeug istein Sanitätsmann zugetheilt. Die Mannschaften sind mit Joppe, Hose,Gürtel mit Ring und Mütze mit Nackenschutz bekleidet. Die Wehr hatDienst, welcher wie bei den Pionieren gehandhabt wird. Die Pontonskönnen auch durch besondere Vorkehrungen zusammengeschlossen werden.Die „freiwillige Wasserwehr" des Turnvereins in Dannenberg istetwa 40 Mann stark und uniformirt. Sie hat 3 Holz- und 2 eiserneBoote. Die Wehr „hat den Zweck, bei eintretender Wassersnoth Lebenund Eigenthum der Bewohner der Stadt Dannenberg zu schützen und zuretten". Die geschäftlichen Angelegenheiten der Wehr leitet der Vor-stand des Turnvereins, dessen Mitglieder, falls sie körperlich geeignet,zum Eintritt in die Wehr berechtigt sind.
Eine besondere Art einer solchen Einrichtung besteht als Kreis-wasserwehr seit 1893 im Kreise Marien bürg in Westpreussen. Nach-dem das aus dem Jahre 1888 bestehende Hülfscomite für die Ueber-schwemmten der Provinz Westpreussen in seiner anfangs der neunzigerJahre stattgehabten Schlusssitzung den Restbestand des Ueberschwem-mungsfonds dem Oberpräsidenten zur Verwendung für Wasserwehreninnerhalb der Provinz überwiesen hatte, wurde zunächst die Bildung einerfreiwilligen Wasserwehr im Kreise Marienburg ins Auge gefasst. DieseAbsicht konnte aber nicht verwirklicht werden, und es wurde daher am16. September beschlossen,
„die Wasserwehr als eine besondere, durch Reglement zu regelndeEinrichtung des Kreises ins Leben zu rufen und die Unter-haltung der Wasserwehr auf den Kreis zu übernehmen".Nach diesem Beschlüsse geschah die Einrichtung von 8 Wasserwehr-stationen in Baarenhof (Rothebude), Neuteicherwalde, Tiegenhof, Schad-walde, Wernersdorf, Marienburg (Nogatbrücke), Thiensdorf (Rückforth)und Reichhorst (drei Rosen). Für jede Station sind zur Bedienung derPontons u. s. w. 18 Personen erforderlich, welche sachgemäss aus-gebildet werden. Für die Theilnahme an den Uebungen erhalten dieMannschaften ein Stundengeld. . Die Marienburger Wehr hat eine ArtUniform, bestehend aus Drillichblusen, Mütze und Brotbeutel. Nach dembestehenden „Reglement" ist die „Kreiswasserwehr" eine Einrichtung desKreises Marienburg. Sie bezweckt die Hülfeleistung bei Wassersnoth