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gebracht, welche die schweren Seeen von den im Wasser befindlichenPersonen abhalten. Auch Proviant, Wasser und Signalapparate sollenin dem Ring mitgenommen werden können, so dass er mehr Sicherheitwie ein Boot bieten soll, welches leicht vollschlagen und sinken kann.
Die Verwendung des Oeles zum Beruhigen schwerer Wellen ist mehrfachversucht worden. Ein Oelgeschoss für diesen Behuf ist in Blankenesehergestellt worden, durch welches das Oel auf eine Entfernung von150—200 m gegen Wind, Strom und Seegang zur Vertheilung gebrachtwerden soll, was bisher auf Schwierigkeiten stiess.
Auch in Bezug auf die Rettungsboote sind jetzt mehrfache Aende-rungen versucht worden, weil sie häufig beim Herablassen vom verun-glückten Schiffe an diesem selbst zerschellen. Der schwedische Ingenieurv. Anrep hat ein Boot hergestellt, welches völlig verschliessbar ist.Die Schiffbrüchigen begeben sich in das auf Deck stehende Boot undwerden mit diesem ins Wasser geschoben. Eine andere Neuerung aufdiesem Gebiete rührt von Schneemann-Bremen her. Es handelt sichum eine Neuerung der Einrichtung zum Aussetzen oder zum Aufnehmender Boote von und an Bord grösserer Seeschiffe, wobei die Boote bereitsvor ihrer Auslösung aus ihren Befestigungen von den unterzubringendenPersonen besetzt werden, und ferner durch eine einfache Hebelbewegungunbeschadet einer geneigten Lage des Schiffsdeckes mit Dampfkraft oderHandbetrieb in weiter Auslage ausserbords gebracht und völlig frei vonder Schiffswand zu Wasser gelassen werden können. Sobald das Bootdas Wasser berührt, entledigt es sich selbstthätig und vollkommen sieheraller Verbindung mit dem zu verlassenden Schiffe, wodurch es sich un-schwer aus dem Bereiche- desselben entfernen soll.
Für die Rettung der Personen selbst sind Geräthe angegeben worden,welche auf dem Grundsätze beruhen, dass sie im Augenblick der Gefahrsich selbstthätig für den Gebrauch fertig machen. Die beiden hier zuerwähnenden Apparate rühren von von der Ropp-Berlin und von demösterreichischen Oberleutnant v. Irsay her. Bei ersterem füllt sich einvorher leerer Gummibeutel selbstthätig mit Gas, sobald der Apparatunter Wasser taucht, sobald also die Person, welche ihn trägt, insWasser gelangt ist. Das Gas befindet sich in einem Glasfläschchen,welches durch die Einwirkung des Wassers auf mechanischem Wegezerbricht. Der aufgeblähte Gummibeutel hält den Schiffbrüchigen überWasser. Der Apparat von Irsay hat die Grösse einer Brieftasche. ZumTragen der Person dient ein Kissen, welches sich aufbläht, sobald eineWassersäule von ein Meter Höhe auf das Ventil des Apparates, welchesdurch ein Stück Zucker geschlossen ist, drückt. Der Zucker schmilzt,das Wasser dringt in den Apparat und entwickelt aus hier vorhandenenStoffen Gase, welche das Kissen füllen, so dass dieses den Träger überWasser hält.
Um die Passagiere während einer Seefahrt zu unterrichten, was sieim Falle eines Unfalles zu thun haben, sollen dieselben nach Livoniusbelehrt werden, welche Vorrichtungen für sie bei einem Seeunfalle vor-