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reichen Stationen nicht durchführbar und auch nicht erforderlich ist.Wird der Arzt nach aussen zur Hüifsleistung abberufen, so muss er vor-her für Anwesenheit eines anderen Arztes in der Wache sorgen, wofürgewöhnlich besondere Dienstanweisungen vorhanden sind.
Während der Tagesdienst der Aerzte so stattfindet, dass in vorherfestgesetzten Zeitabschnitten des Tages die Aerzte wechseln, ist für denNachtdienst gleichfalls abwechselnd immer ein Arzt während einer ganzenNacht im Dienst. Der Dienstplan für die Wachen wird zweckmässigwohl vierteljährlich von den Obmännern nach ßerathung mit den dienst-thuenden Aerzten bestimmt. Es ist sicher am besten, dass der Arztsich in der Wache befindet, wenngleich das System, bei welchem dieAerzte während ihres Wachtdienstes sich zu Hause aufhalten und zurHüifsleistung von der Wache aus auf diese oder an die Unfallstellebestellt werden, in Leipzig sich gut bewährt. Solche als Aerztenach-weise angelegten Wachen waren früher auch in Gestalt einzelner Sani-tätswachen in Berlin vorhanden. Pistor meint über solche Wachen:„Mir erwecken alle jene Wachräume, welche ärztliche Hülfe nachweisen,den Verdacht, dass Privatinteressen im Spiele sind, sobald lediglich einoder zwei Aerzte zum steten Dienst auf den Ruf des betreffenden Heil-dieners bereit sind." Allerdings spricht Pistor hier vom Nachweis vonnur ein oder zwei in Bereitschaft befindlichen Aerzten. In Leipzigbesteht insofern ein abgeändertes und verbessertes System, als einegrössere Zahl in der Nähe der Wachen wohnender Aerzte mit denWachen eigene Fernsprechverbindungen besitzt, so dass vor-kommenden Falls der zur Zeit diensthabende Arzt schleunigst entbotenwerden kann.
Die Lage der Rettungswachen werde möglichst günstig gewählt.so dass sie leicht erreichbar sind. Sie sind hauptsächlich in Gegenden;wo viele grosse Betriebe sind oder auch in der Nähe von verkehrs-reichen Plätzen anzulegen. Es eignen sich auch ausser den genanntenPolizei- und Feuerwachen öffentliche Gebäude, Rathhaus, Eisenbahnhöfe,Markthallen zur Beherbergung von Rettungswachen, da durch den starkenVerkehr an diesen Orten die Lage der Wache gut bekannt wird. Hier-für Sorge zu tragen, ist eine wesentliche Aufgabe der Leitung, denn essollen die Wachen dem Publikum so bekannt sein, dass im Bedarfsfallenicht erst lange gesucht wird, sondern jeder Einzelne sogleich in derLage ist, sowohl für sich selbst oder für Andere die Hülfe der Wachein Anspruch zu nehmen. Es darf daher an Bekanntmachungen derWachen nicht fehlen, nur müssen sich diese im Rahmen einer gewissenBeschränkung halten. Anschläge der Rettungswachen sind wie solcheder Feuerwachen in den Fluren der nächstgelegenen Häuser wohl anzu-bringen, auch können an den Anschlagssäulen die Wachen bezeichnetwerden. An öffentlichen Plätzen hat man in Berlin Candelaber mitTransparentlaternen aufgestellt, welche auf die Rettungswachen in be-sonders deutlicher Weise hinweisen.
In grösseren Städten, wo die Miethspreise theuer zu sein pflegen,