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immer sehr angenehm ist. erspart, während andererseits Schmerzen sicherdurch sie vermieden werden.
In neuerer Zeit ist der Sauerstoff in verdichteter Form für be-stimmte Fälle von Kohlenoxyd Vergiftung sowie bei aus anderen GründenBewusstlosen mit Erfolg angewendet worden. Ganz hervorragend scheintsich seine Benutzung für Fälle von „Rauchvergiftung" zu eignen, welchevielfach bei Brandunglücksfällen sowohl bei Feuerwehrmännern als beiPersonen, welche längere Zeit in qualm er füllten Räumen zugebrachthaben, vorkommen. Zur Erleichterung des Aufenthalts von Retternin solchen Räumen und in Bergwerken nach Katastrophen ist der Sauer-stoff erfolgreich verwendet worden. —
Es hat also, wie oben bemerkt, die Einrichtung des ärztlichen Wacht-dienstes thunlichst in der Weise zu erfolgen, dass zunächst die in einemOrte vorhandenen Aerzte, sei es durch einen bestehenden (Stettin, München)oder für diesen Zweck begründeten Verein (Berlin, Frankfurt a. M.) imAnschluss an die vorhandenen Einrichtungen für Krankenversorgung denDienst für erste Hülfe organisiren, also in den überall in grösserenStädten bestehenden Krankenhäusern oder Kliniken, wo zweckmässigeigene Räume hierfür bereitgestellt werden.
Ausser den öffentlichen Hospitälern sind die Feuerwachen in aus-gezeichneter Weise geeignet, die Rettungswachen aufzunehmen. Auchhier kann die Einrichtung in verschiedener Weise erfolgen. Es werdenRäume als Rettungswachen eingerichtet, und entweder werden, wie diesin manchen Städten üblich ist, nur in der ersten Hülfe ausgebildeteMannschaften der Feuerwehr verwendet, welche in der Wache Verbändeanlegen und zu einem Unfall wie zu einem Brande ausrücken, inschweren Fällen für ärztliche Hülfe sorgen und die Ueberführung desPatienten in seine Wohnung oder in ein Krankenhaus bewirken, oder eswird in den Feuerwachen ein besonderer von Aerzten besorgter Wacht-dienst eingerichtet, bei welchem wenn erforderlich die Aerzte, gleichwiedie Feuerwehrmänner zu einem Brande, ausfahren.
AVo bereits freiwillige Vereinigungen bestehen, welche Vorkehrungenfür erste Hülfe eingerichtet haben, müssen sie, falls dies noch nicht ge-schehen, mit der genannten Abtretung der Aerzte in Beziehung treten.In Berlin, wo eine grössere Zahl von Aerztevereinen besteht, ist dieserVersuch als ein gelungener anzusehen, indem ein besonderer „Aerzte-verein der Berliner Rettungsgesellschaft" den ärztlichen Dienst in denRettungswachen dieser Gesellschaft zu organisiren hat.
Es muss die Gesammtheit der Aerzte an dem Rettungsdienste be-theiligt werden. Dieser stellt eine besondere Bethätigung der Aerzte aufhumanitärem Gebiete dar, für welche alle Aerzte stets einzutreten bereitsind. Die Anstellung einiger Aerzte für den Rettungsdienst könnte denAnschein erwecken, als wenn nur diese bereit wären, sich in den Dienstdieser grossen Aufgabe zu stellen. Ausserdem aber ist die Betheiligungder Gesammtheit der Aerzte am Rettungsdienste wichtig, weil sonst derMehrzahl der Aerzte die Gelegenheit entzogen wird, sich in genügender