Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
543
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Fürsorge auf dem Gebiete des Rettungswesens. 543

wollene Tücher zum Reiben, einige Brechmittel, zwei Aderlasslanzetten,ein Pfund Rauchtabak, eine Aderlassbinde und Polster, zwei Federn,Schwamm und etwas Leinen, ein Taschenmesser, ein Feuerzeug,Ohamillen- und Fliederblumen, etwas Kochsalz, ein Exemplar der An-leitung zur Behandlung der Verunglückten.

Besonders bemerkenswert!! ist, dass bereits der Magenschlauch inden Kästen vorhanden gewesen. Die Anwendung einzelner Stücke desInhalts ist durch die Anleitung (siehe unten) als bedenklich erklärt.Dies liegt daran, dass die Kasten früher eingerichtet waren, als dieAnleitung entworfen war. Die Kosten eines solchen Behälters betrugen65 Mark Hamburger Oourant.

Hauptcrforderniss zur Herstellung des Geretteten waren Erwärmung

Abbildung 4.

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Wärmebank (London und Hamburg) um 1780.

des Körpers und Einleitung der künstlichen Athmung, welche noch heutefür diesen Zweck erfolgreich angewendet werden. Zur Erwärmungdienten wollene Schlafröcke und Mützen und ferner die abgebildete(Abbildung 4) Wärmebank aus Metall mit doppeltem Boden und Wänden,zwischen welche kochendes Wasser gegossen wurde. Die Füsse sind ausHolz, mit den Handhaben kann das Geräth leicht befördert werden.Für den Kopf ist eine hölzerne Platte angebracht. Der Körper wirdauf einen Strohsack gelegt und ringsum mit wollenen Decken bedeckt.Das Geräth ist auch ohne Weiteres zur Verabreichung eines warmenBades zu gebrauchen. Es kostete 200 Mark.

Zur Wiederherstellung der Athmung diente der von Gorcy, Arztim Militärhospital zu Ncubreisach, erfundene doppelte Blasebalg (Ab-bildung 5). Das Rohr ist biegsam aus gummirtem Tafft hergestelltund wird durch einen spiralig gebogenen Draht offen erhalten. Esläuft in ein elfenbeinernes Ansatzstück aus, welches vorn abgerundetist, um es in die Nase des Patienten zu bringen, oder platt gestaltet,