Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
462
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462 G. Meyer,

auch sonst so gebaut ist, dass er gefälliges Aeussere hat. Das Innereist nach Möglichkeit glatt hergestellt, die Ecken abgerundet, die Be-leuchtung geschieht durch eine aussen an der Stirnseite angebrachteLaterne. Diese Anordnung ist getroffen, um den Wagen auch leicht undgut desinficiren zu können. Ein Kaum zur Unterbringung eines Er-frischungs- und Verbandskastens ist vorhanden.

9. Köln.

Das Krankentransportwesen liegt in den Händen der städtischenFeuerwehr, welche drei Wachen hat. Diese Wachen sind mit allenKrankenhäusern telephonisch verbunden und entsenden auf Erforderneinen Krankenwagen, weichem ausgebildete Samariter der Feuerwehrmitgegeben werden. Bei einem Unglücksfalle machen diese den Patien-ten nur transportfähig und bringen ihn auf Wunsch nach Haus oder ineine Krankenanstalt. Die beiden Krankentransportwagen, welche erstseit dem Jahre 1899 beschafft worden sind, nachdem Bardenheuerdie Anregung zur Verbesserung des Krankentransportwesens gegeben,sind nach Art der in Wien vorhandenen gebaut. Seit dem 19. August1899, dem Beginn des Betriebes, bis zum 31. März 1900 wurden1166 Krankentransporte ausgeführt. Jede der ausserdem vorhandenenSamariterstationen des Samaritervereins ist mit einer zusammengeklapptenTragbahre versehen. Diese Stationen sind an verschiedenen Stellen derStadt untergebracht.

10. Königsberg.

Bei der Berufsfeuerwehr ist von der Stadt ein ständig bespannterUnfallwagen" eingestellt, in welchem auch erkrankte Personen mitnicht ansteckenden Leiden, die mit der Bahn zureisen, transportirtwerden können. Die Benutzung des Wagens erfolgt kostenlos. Aneinigen geeigneten Stellen der Stadt und Umgebung sind Krankentragenaufgestellt. Ausserdem stellt die Stadt die dem städtischen Fuhramteunterstehenden Krankenwagen zur Benutzung und zwar 3 für Krankemit Leiden nicht ansteckender Natur, je 1 für ansteckende Kranke undTobsüchtige. Kutscher und Pferde sind für diese fast stets vorhanden,jedoch wird Bedienung nicht gestellt. Für die Benutzung des Wagenswird von Bemittelten eine Vergütung gezahlt.

Die Wagen für Verletzte und für Personen mit nicht ansteckendenKrankheiten sind aussen grün gestrichen, innen weiss lackirte Kasten-wagen auf Federn für ein Pferd Bespannung. Auf der einen Längs-seite steht die auf Rollen gehende Trage, auf der andern sind Sitze fürdie Begleiter, zwischen welchen Platz für einen Verbandkasten ist. Anden Längsseiten sind je 2 durch Vorhänge abzuschliessende Fenster undeins an der Stirnseite über dem Kutscherbock.