Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
437
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankentransportwesens. 437

Pockenkranke in einem Fever-Hospital, so wird er so schnell als mög-lich von dort weggeschafft, Zu diesem Behufe macht der Chefarzt demClerk des Board Mittheilung, und dieser veranlasst alle übrigen Maass-nahmen. Das Vormuster der Liste für die Namen der Kranken weichtetwas von dem für die Fever-Hospitals ab. Die Liste mit demNamen der zur Entlassung kommenden Kranken sendet der Clerkzum Verwalter der Hospitalschiffe oder des Pockengenesungsheimes.Dieser händigt sie dem Capitän des Transportdampfers ein. Die Ent-lassung der von den Pocken Genesenen erfolgt von den Werften aus.Soll ein Kranker unter 16 Jahren von den Hospitalschiffen entlassenwerden, so benachrichtigt der Clerk des Board die Angehörigen, zu be-stimmter Zeit an der Werft zu sein. Erscheinen dieselben nicht, sotheilt der Werftverwalter dies dem Hauptamte mit, sorgt aber,bis ein bestimmter Bescheid seitens des Clerk des Boards betreffs desKindes anlangt, in erforderlicher Weise für dessen Aufenthalt. DerKranke wird im Wagen zur Werft gebracht; die South Wharfe besitztsechs, die North Wharfe zwei, die West Wharfe keine Einzelbeobachtungs-räume. Letztere wird nur zur Zeit von Epidemien in Betrieb gesetzt;die Kranken bleiben hier im Wagen, bis sie vom Dampfer abgeholtwerden. Die Beobachtungsstation der South Wharfe befindet sich in einerWellblechbaracke, deren innere Räume mit polirtem Holz getäfelte Wändehaben. Die einzelnen Zimmer enthalten ein Bett, Betttisch und anderesErforderliche und sind einfach und sauber gehalten. Die Kranken bleibennur bis zur Feststellung der Diagnose in der Station. Zeigt sich, dasskeine Pocken vorhanden, so wird der Kranke nach Hause geschafft. Istder Fall aber als Pocken festgestellt, so kommt der Kranke auf denTransportdampfer und bleibt hier, bis dieser ihn zu den Hospitalschiffenführt. Der Dampfer fährt täglich einmal, oder, wenn erforderlich, zwei-,und bei Epidemieen dreimal zu den Schiffen. Die einfache Fahrt dauertlänger als zwei Stunden. Die South Wharfe enthält noch eine Casernefür die Mannschaften und ein geräumiges Haus für die fünf für denStationstransportdienst bestimmten Nurses, welchen eine Oberin vorsteht.Das Haus ist bequem für den Aufenthalt der Nurses ausgestattet. Einmächtiger, mit Wellblech gedeckter, ganz in Eisenbau ausgeführter Gangführt von der Wharfe zu einem weit im Wasser erbauten Steg, an wel-chen die Dampfer bequem anlegen können, sodass die Kranken directund geschützt auf den Dampfer gebracht werden. Es sind fünf Dampferim Dienst und ein Aushülfsdampfer vorhanden. Dieselben enthalten 52,16 und 4, zwei je 32 Betten, welche in kastenartigen Behältern in derLängsrichtung der Cajüten untergebracht sind; für die Nurse ist ein Raumvor diesen und für den Arzt eine Cajüte auf Deck verfügbar. Die Kran-ken können in den Dampfern wie auf dem Lande behandelt werden; siewerden nur, wenn ihr Zustand es erlaubt oder die Tageszeit nicht zuvorgerückt ist, zu den Hospitalschiffen befördert, im anderen Falle aufder Werft zurückbehalten. Das Stromkrankentransportwesen unterstehteinem besonderen Oberarzte.