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welche auf schlechtesten Wegen und unter schwierigsten äusseren Ver-hältnissen fortbewegt werden müssen.
Es ist daher ohne Weiteres aus den verschiedenartigen Anforde-rungen an die Krankenbeförderung beim Heere im Kriege und in Oivil-verhältnissen auch klar, dass das genannte Urtheil Port's über die ein-zelnen Beförderungsmittel nicht für die civile Krankenbeförderung Gültig-keit hat. Für letztere, d. h. in Städten und auf ebenen Wegen wirdstets — vorläufig wenigstens — der von Pferden gezogene Krankenwagendas beste Beförderungsmittel sein. Einen Ersatz können einigermaassendie Räderbahren bilden, während Krankentragen natürlich für die Beförde-rung im Wagen nicht zu entbehren sind oder entbehrt werden sollten,aber als alleiniges Transportmittel in einer Stadt nicht oder nur in Aus-nahmefällen in Frage kommen können. Ganz anders verhält sichdie Krankenbeförderung unter anderen geographischen Verhältnissen,in gebirgigen Gegenden oder auf dem Wasser, wo ja von Beförde-rung in Krankenwagen mit Pferden keine Rede sein kann.
Die Beschreibung der Einrichtung des Krankentransportdienstes inder Stadt und auf dem Lande mit besonderer Rücksicht auf die Beför-derung in Krankenwagen wird zuletzt erfolgen.
Im Anschluss an die Krankenwagen sind noch
2. Schlitten
zu besprechen, welche eine sehr schonende Art der Beförderung gestatten.Sie sind in einzelnen Gegenden, welche einen grossen Theil des JahresEis haben, nicht ausser Acht zu lassen. Man kann sehr gut ineinem Schlitten einen Kranken befördern, indem man ihn günstig aufStroh lagert, sorgsam einwickelt und einen Begleiter hinter oder nebenihm ausserhalb des Wagenkastens Platz nehmen lässt. Ueber demKranken wird über Fassreifen oder sonstigen Bügeln ein Verdeck aus-gespannt und vom Ende desselben bis an das Fussende ein Plan ge-deckt. Auf diese Weise kann man den Kranken gegen Kälte, Nässe undWind schützen. Ein solcher Schlitten ist als Krankentransportmittelstets erst zu improvisiren, da er für gewöhnlich solchen Zwecken nichtdient. Man kann auch den Kasten eines Wagens, welcher sonst nichtals Schlitten benutzt wird, als solchen herstellen, indem man einen ge-wöhnlichen AVagen von seinen Räderachsen entfernt und auf ein paarglatt gehobelten Stangen oder Eisenstäben befestigt.
Wichtig ist noch die Frage der Art der Desinfection der Kran-kentransportgeräthschaften. Die Desinfection der Krankentragenund auch Räderbahren ist, wenn diese nach den richtigen Grundsätzen,zu welchen, wie wir gesehen haben, auch die leichte Möglichkeit einerausgiebigen Desinfection gehört, hergestellt sind, nicht schwer auszu-führen. Die Holz- und Metalltheile der Tragen sind wie auch die Be-züge aus Ledertuch durch Abwaschen mit desinficirenden Lösungen gutzu desinficiren. Sind Segeltuch- oder Leinewandlager an den Tragen vor-handen, so können diese in strömendem Wasserdampf desinficirt werden.