394 G. Meyer,
Eugen Jacoby-Bayreuth in Gemeinschaft mit Heildörfer erbautworden. Es ist eine Tragbahre, ausgerüstet mit einem nmklappbarenRade, welches unterhalb der Trage wagerecht ruht. Das Rad ist aneinem Gabelschaft in einer mit Federn versehenen Hülse befestigt, undsein Mittelpunkt befindet sich, wenn die Tragbahre zum Gebrauch fertigist, etwa an der Grenze des ersten und zweiten Drittels unterhalb derTrage vom Kopfende gerechnet. Man kann auf engen Wegen mit derTrage fahren, um bei schlechteren Wegeverhältnissen dann das Radwieder emporzuklappen und die Bahre zu tragen. Bei geeigneten Wegenkann man auch zwei Bahren mit einander verbinden, sodass eine zwei-rädrige Fahr bahre entsteht, auf welcher zwei Kranke durch einen Mannbefördert werden können. Werden drei Bahren neben einander verbunden,so können drei Kranke durch, zwei Träger befördert werden, was beigrösseren Unglücksfällen in Fabriken von Werth sein kann. Am Hinter-theil des Geräths befinden sich zwei Fusstützen, welche herabgelassen,die Trage in wagerechter Stellung feststellen, sodass sie in Tischhöhesteht und dann auch nöthigenfalls für Ausführung von —■ natürlich nurkleineren — Operationen zu verwenden ist. Das Rad, die Fussstützenund die Verkuppelungseinrichtung können auch an beliebigen anderenTragen angebracht werden.
Eine Trage, welcher gleichfalls Räder durch einen Handgriff unter-gesetzt werden können, ist Ewald's „Krankentransportwagen mitabnehmbarer Schwenkachse", bei welchem zwei Räder unter einenTragekorb gebracht werden. Der Korb hat gewöhnliche Gestaltund am Unterrande Tragholme. An der Unterfläche befinden sichetwa in der Mitte zwei Blattfedern und vier Füsse aus gebogenemEisen. Zwei Räder mit Pneumatics sind an einer Achse befestigt,welche zwei rechtwinklige Stäbe trägt, die am Ende hakenförmig aus-laufen und an der hinteren Befestigungsstelle der Blattfedern an derUnterfläche des Korbes so eingesetzt werden können, dass die Achse mitden Rädern bei emporgehobener Trage beliebig hin und her geschwenktwerden kann. Entweder die Räder sind von der Trage entfernt, odersie sind am Kopfende der Trage, wobei die beiden Achsenstäbe mit denHaken wagerecht unter der Trage liegen, oder die Trage wird erhoben,die Räder rollen nach vorn, wobei die Achsenstäbe die Achse soweitden Blattfedern nähern, dass die Achse in die am Unterende der Federubefindlichen Achsenlager hinoinschwingt. Die anderen Fahrbahren an-haftenden Uebelstände: dass 1. beim Aufbringen der Bahre auf deneigentlichen Transportwagen, letzterer fest abgestützt werden muss, umdie Bahre auf dem Wagen sicher unterzubringen zu können — bei schlech-tem Boden (Acker, schlechtem Pflaster) kann dieses Abstützen geradezuzur Unmöglichkeit werden — 2. die Bahre, um dieselbe auf den Trans-portwagen stellen zu können, hoch über die Räder gehoben werden muss,wozu bei einem schweren Kranken unter Umständen 4 Mann erforderlichsind, abgesehen davon, dass bei ungenügender Beleuchtung des Verband-platzes ein Fallen der Träger (Stolpern, Ausgleiten im Winter auf