Fürsorge auf dem Gebiete des .Krankentransportwesens. 391
friedigen rnuss, kann dieses von ihm selbst oder mit Hülfe eines Kindesgeschehen.
11. In Militär-sowohl, als in Civil-Spitälern hätte er auch vor allenTragbahren, Portchaisen und viereckigten Tragsesseln, die so theuer undabschreckend und unbehülflich sind, grosse Vorzüge.
12. Der ganze Körper des Patienten, sowie jeder einzelne Theildesselben kann bequem und sicher gelagert werden.
13. Er ist für grosse und kleine Menschen gleich brauchbar.
14. Dieser Lager-Apparat muss auch eine kühlende, harte, nichtweiche, erhitzende Unterlage haben.
15. Er gestattet jede Seitenbewegung, so wie am Hüft- und Knie-gelenke eine stumpf- oder rechtwinkliche Beugung mit oder ohne Er-höhung des ganzen Körpers, oder der einzelnen Gliedmassen, des Ober-und Unterschenkels.
16. Er lässt jede Bewegung ohne Nachtheil zu, schwebend undnicht schwebend, ohne Abmattung ist jeder Wechsel der Bettwäsche unddas Ordnen der Unterlage möglich, das Unterschieben von Bettstücken,Beybringen von Klystieren etc.
17. Er dient als vollständiges Beinbruch-Etui für die untern Glied-massen mit freyem Zulass von unten.
18. Durch die am obern Theile angebrachten Reifen wird derKranke gegen den ungünstigen Einfluss der Witterung hinlänglich ge-schützt, so wie er an den untern Theilen des Körpers nur einer wollenenDecke bedarf".
Wir finden in diesen Ausführungen, welche auch vom Standpunktder allgemeinen Medicin und Hygiene hohes Interesse verdienen, diemeisten Anforderungen wieder, welche an zweckmässige Krankenbeför-derungsmittel zu stellen sind.
Es müssen die fahrbaren Krankentransportgeräthe die gleichenBedindungen erfüllen, welche für die Beförderungsmittel von Krankenoder Verunglückten im Allgemeinen Gültigkeit haben. Becmemlickeit undSicherheit für den Patienten, Einfachheit im Bau, Leichtigkeit und Mög-lichkeit zur genügenden Desinfection sind die Haupterfordernisse auch fürdiese Beförderungsmittel, welchen nicht alle der bekannten Modelle ge-nügen. Gewöhnlich besteht das Untergestell aus einem Rahmen, welchergleiche Abmessungen wie der Rahmen der Trage besitzt. Die Trage wirdmit dem Kranken beladen auf das Gestell aufgesetzt und hier in verschie-dener Weise befestigt. Es sind für diesen Zweck Federn angegeben,bei anderen wird die Trage durch Schrauben am Gestell angebracht oderdurch knieförmig gebogene Hebel festgehalten.
Bei einigen Modellen hat der Rahmen des Untergestells seitlicheFalze, in welche die Trage wie in Schienen hineingeschoben wird. Essind auch Rädergestelle ohne Rahmen vorhanden, bei welchen die Ver-bindung mit der Trage dann wieder in anderer Weise erfolgt.
Andere Fahrbahren haben ein Obertheil, welches aus einem Korbeoder kastenartigen Gestell besteht. Letztere sind gleichfalls mit Wachs-