Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
381
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankentransportwesens. 381

Jlagenhöhe übergeschnallter breiter Gurt vollendet die Umhüllung desVerletzten.

Zur Erleichterung des Transportes in geneigten Räumen werdenausserdem unter den Achseln des Patienten gepolsterte Schnallriemenbefestigt, so dass er je nach der Art seiner Verletzung theils in diesenhängen, theils auf dem Trittbrett stehen kann. Die Fortschaffung inUeberhauen u. s. w. wird ferner durch schlittenartige Kufen erleichtert,welche ihre Lage zwischen den Trägern haben und etwa l 1 /, cm höhersind als dieselben." Man kann die Trage vermittelst der Kufen in einemRaum von beliebiger Neigung auf der SohJe heruntergleiten lassen,während durch Handschlitze am Kopfende ein Seil geschlagen ist, wasvon oben allmählich nachgelassen wird. Vor der Niederlegung auf derTrage wird der \ 7 erletzte in eine dicke wollene Decke gewickelt, umdem gewöhnlich nach Verletzungen eintretenden Schüttelfrost zu begegnen.

Das in England viel benutzte ModellLowmoor Jacket" ist wie einegewöhnliche Tragbahre gebaut. Der Patient wird hier mit einem vonden Achseln bis zu den Hüften reichenden Schurz aus Segeltuch, welchervorn durch Riemen zusammengehalten wird, bedeckt, ein schmaler Gurtwird über den Knieen des Kranken zusammengeschnallt. Von demgrossen Schurz verlaufen Riemen schräg nach unten zwischen den Beinenhindurch zu einem grösseren Polster, welches zwischen den Beinen desPatienten gelagert ist. An der am Kopfende der Trage befindlichenQuerstange sind zwei breitere Laschen befestigt, von welchen Riemenabgehen, welche durch die Achseln des Kranken hindurchgeführt werden,sodass, wenn die Trage aufrecht steht, der Kranke nicht herabfallenkann.

Von den für Beförderung kranker Personen in bestimmten Gegendendienenden Tragen sind ausser den oben genannten noch die Kraxen fürdas Gebirge zu beschreiben. Hier sind die Wege zum Theil so beschwer-lich zu begehen, dass es unmöglich ist, einen Kranken auf Tragenzu befördern, welche von zwei oder mehr Menschen getragen werden.Es müssen also die sogenannteneinmännigen" Tragen zur Verwen-dung gelangen, mit welchen es für eine Person möglich ist einen Krankenfortzuschaffen, damit der Träger sein Augenmerk auf den zurückzu-legenden Weg lenken kann. Die betreffenden Gerätschaften werden mitKiemen auf dem Rücken des Trägers befestigt, sodass das Sitzbrett fürden Kranken, welches den Hauptbestandteil der Trage bildet, wagerechtgegen den Rücken des Trägers gerichtet ist. Der Kranke setzt sich aufdas Brett und zwar entweder reitend, sodass seine Beine nach vorn ge-richtet sind und in den Kniekehlen vom Träger erfasst werden können,und er seine Arme von hinten her um den Hals seines Begleitersschlingt, oder er setzt sich, wenn sein Zustand dies gestattet, Rücken anRücken auf den Sitz und hält sich an seitlich angebrachten Riemen derKraxe fest. Nach diesem Grundsatz sind die meisten im Hochgebirgegebräuchlichen Tragen verfertigt. Einzelne haben die Gestalt wie diezum Tragen von Kleinholz benutzten Geräthe, indem noch an den Seiten