Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
379
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankentransportwesens. 379

Kranken gesetzt werden kann. In diesen Fällen ist es meistens vonder Trage ganz abzuheben und wird erst aufgesetzt, wenn der Krankesich auf der Trage befindet. Bei anderen Tragen ist der Ueberzugzum Einrollen eingerichtet, damit der Kranke bei günstiger "Witterungfrei und unbehindert liegt und nur bei schlechtem Wetter bedeckt wird.Um die Tragen leicht in einen Wagen schieben zu können, hatman auch ihre Füsse oder Gestell am Unterende mit kleinen Rollen ver-sehen. Unsere Abbildung 2 stellt Tragen dar, welche in den städtischenKrankenwagen in Paris gebräuchlich sind. Rechts ist die Trage durchIneinanderschieben und Aufrollen des Bezuges verkürzt, um sie auch alsTragstuhl verwenden zu können.

Abbildung 2.

Tragbahren in den Pariser Krankenwagen.

Die Anbringung der Tragen in oder auf Wagen wird bei der Be-schreibung dieser zu erörtern sein. Es sind jetzt viele Verfahren er-sonnen worden, um die für den Kranken störenden und in vielenFällen gefährlichen Erschütterungen möglichst aufzuheben. Hierfür sollendie bereits erwähnten senkrechten oder wagrecht befestigten Federn, wiesie in Bettböden gebräuchlich sind, dienen. Ganz eigenartig ist die Artund Weise, wie bei den in den Londoner städtischen Krankenwagenvorhandenen Tragen eine möglichst ruhige Lagerung des Kranken hervor-gebracht wird.

Eine Beschreibung derselben findet sich in meiner Schrift:SanitäreEinrichtungen in London mit besonderer Berücksichtigung des Rettungs-und Krankentransportwesens" in welcher ich zum ersten Male eine ein-gehende Schilderung des Rettungs- und Krankentransportwesens in London,wie ich dasselbe 1897 sah, gegeben habe. Die Beschreibung lautet andieser Stelle:

Die Tragenbestehen aus einem länglichen Holzbrette mit vierHandhaben. Auf diesem Brette ruht ein abnehmbares Gummilager,welches aus fünf neben einander liegenden Röhren von der Länge derTrage zusammengesetzt ist; der Durchmesser der Röhren nimmt nachder Mitte der Trage zu ab, so dass die beiden äusseren Röhren dengrössten Durchmesser (etwa 18 cm), die dann folgenden inneren kleineren(etwa 12 cm) und die mittelste den kleinsten Durchmesser (etwa 10 cm)hat. Hierdurch wird eine nach der Mitte des Lagers muldenförmigeOberfläche hergestellt. Die Röhren sind in der Längsnaht mit einanderverbunden.und werden vermittelst kurzer, anhängender, verschliessbarer