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2,1 (1902)
Entstehung
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373
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankentransportwesens. 373

2. Beförderung von Kranken mit Gerätschaften.

a) Durch tragbare Transportmittel.

a) Von Menschen getragene Krankentransportmittel.

1. Krankentragen.

Dieselben sind je nach dem Orte, an weichem sie zur Anwendungkommen, verschieden gestaltet. Man kann hiernach die Tragbahren imeigentlichen Sinne von den anderen Tragmitteln unterscheiden, welchenicht Improvisationen darstellen, sondern nach der Eigenthümlichkeit desOrtes, an welchem sie gebraucht werden, im Laufe der Zeit ver-schiedene ganz bestimmte Gestalt angenommen haben. Es soll hier nuran die auf Schiffen, im Gebirge oder in Bergwerken gebräuchlichen Trag-mittel für Kranke erinnert werden.

Tragbahren.

Die Transportirung von Kranken vermittelst Tragbahren, die Lage-rung des Kranken, das Aufheben, seine Haltung auf der Trage, seineKleidung und Bedeckung findet nach denselben Grundsätzen statt, welcheeben für die Beförderung eines Patienten durch zwei und mehr Men-schen dargelegt wurde. Auch hier ist die Sicherheit und Bequemlichkeitdes Kranken sowie die übrigen übrigen oben erwähnten allgemeinen Ge-sichtspunkte für die Beförderung stets zu berücksichtigen.

Der Kranke ist auf der Trage genügend festzulegen, damit er nichtetwa beim Transport herabfällt oder stark erschüttert wird. An vielenTragen sind breitere Segeltuch- oder Lederstücke mit Riemen für dieseZwecke vorhanden, in anderen Fällen, z. B. bei den im Gebirge vorhan-denen Kraxen, muss man sieh in sonst geeigneter Weise zu helfensuchen. Die Riemen befestigen den Kranken entweder in der Gegendder Brust, oder es ist noch eine zweite gleiche Befestigungsart für denKranken für die Gegend der Oberschenkel vorgesehen. Tragbahren inBergwerken haben sackartige Umhüllungen für die Verunglückten. Ausserder eigentlichen Bedeckung des Patienten mit Decken ist besonders fürTragentransporte zu achten, dass durch über Gestelle gezogene Leine-wand oder Segeltuch der Kranke gegen Witterungseinilüsse geschütztwird. An vielen Tragen sind solche Dächer fest angebracht,welche auch dazu wichtig sind, den Kranken den Blicken Neugierigerzu entziehen.

Besondere Traggurte nehmen die Träger über die Schultern und be-festigen deren in Oesen verlaufende Enden an den Trageholmen, bevorsie die Trage vom Boden aufheben.

Selbstverständlich muss auch beim Transport mit Tragen für dieMitnahme von Erfrischungen und Verbandmitteln gesorgt worden. Fürletztere ist an einzelnen Tragbahren eine Tasche unter dem Kopfgestell vor-handen z. B. bei der Preussischen Militärtrage welche auch an anderenStellen anzubringen ist z. B. am Gestell, auf welches die Trage gesetzt