Fürsorge auf dem Gebiete des Krankenpflege-Unterrichts. "279
einem mehr den practischen Bedürfnissen des jungen Mediciners dienen-den Lehrbuchc, welches er „Krankenpflege für Medianer" nannte (Jena1899) und mit zahlreichen Abbildungen, in ihrer Gesammtheit denganzen technischen Apparat der Krankenpflege darstellend, versah. Umseinen Bemühungen, den Universitäts-Unterricht in der Krankenpflege, dener seit einigen Jahren erthcilte, nicht nur rein theoretisch zu gestalten,entgegenzukommen, wurde auf sein Betroiben mit fördernder Unter-stützung des kgl. prouss. Cultusministcriums im kgi. Oharitekrankenhausezu Berlin eine speciell für den medicinischen Unterricht bestimmte• Krankenpflege-Sammlung" eingerichtet, welche sich für den Kranken-pflege-Unterricht als ausserordentlich nutzbringend erweist, indem sie beidemselben eine ausgiebige Verwerthung der Anschauungsmcthode er-möglicht und gestattet viele Einzelanwendungen und Einzelmassnahmender wissenschaftlichen Krankenpflege den Hörern in ihrer Ausführungund unter Demonstration der diesbezüglichen technischen Hilfsmittelvorzuweisen. Ursprünglich in ihrem Grundstock aus den Ueberrestender auf der 1896 er Gewerbe-Ausstellung zusammengestellten „Kranken-pflege-Baracke" hervorgegangen, umfasste die Sammlung bei ihrer offi-ciellen Eröffnung im Jahre 1898 bereits 910 verschiedene technischeGeräthschalten des Krankcncomforts, unter Mitoinrechnung der Duplicateund Ersatzstücke über 1000 einzelne Nummern, welcher Bestand sichinzwischen durch eifriges Sammeln aller einschlägigen Neuheiten nocherheblich vermehrt hat. Die meisten Objecte sind in Originalstücken,die Minderzahl in instruetiven Modellen vertreten, welche die Fabri-kanten und Erfinder für den beabsichtigten Untcrrichtszwock in dankens-werter Weise zur Verfügung stellten. Trotz des geringen Umfanges derzunächst für die Sammlung überlassenen Räumlichkeiten war man dochbei ihrer Einrichtung bestrebt die einzelnen Stücke möglichst übersicht-lich zu gruppiren, um die Demonstration zu erleichtern. Die Modellesowie die kleineren Kranke npflegegeräthe sind auf niederen Holzsockclnaufgestellt worden, so zwar, dass sie nicht mit diesen unlösbar verbun-den, sondern nur in entsprechende Ausschnitte an deren oberen Flächeneingepasst sind; von gleichartigen, allein durch ihre Construction oderihr Material verschiedenen, insbesondere kleinen Geräthen trägt häufigje ein Sockel mehrere Exemplare. Diejenigen Geräthe dagegen, welchekeine feste, eigene Gestalt haben, in erster Linie die Gummi-Geräthe,sind auf starken weissen Tafeln mit Hilfe von über sie hinweggespann-ten Fäden, welche das Geräth selbst nicht verletzen, befestigt; auchhierbei sind ähnliche und demselben Zwecke dienende Gegenstände aufeiner grösseren Tafel zusammengefasst. Jeder selbstständige Bestand-teil der Sammlung, also jedes einzelne grössere Krankenpflege-Geräth,ein jeder Sockel und eine jede Tafel, ein oder mehrere Objecte ent-haltend, trägt auf einem schwarzen Schildchen die Nummer und die Be-zeichnung des betreffenden Gegenstandes, und, falls dieser von ärztlicherSeite angegeben worden ist, auch den Namen des Urhebers. Um dieBestimmung und die Art der Anwendung der einzelnen in der Sammlung