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gleichzeitig einher mit der pünktlichen Darreichung, der ersten Arznei-dosen und der sonst notwendigen verordneten Hei Im aassnah men, fernermit der Vornahme der dem Pflegepersonal übertragenen der Kranken-beobachtung dienenden Messungen bezl. der Körpertemperatur, des Pulsesder Respiration, deren Ergebnisse auf den Bettkarten und den dazu be-stimmten Formularen verzeichnet werden. Um allen diesen mannig-faltigen Aufgaben gerecht werden zu können und sie in zufriedenstellenderWeise zu erledigen, bevor die erste ärztliche Visite auf dem Kranken-saale beginnt, ist es nöthig mit dem Tagespflegedienst zBitig zu be-ginnen. Da in den meisten Krankenhäusern die ärztliche Morgenvisiteum 9 Uhr, in manchen Anstalten sogar schon um 8 Uhr ihren Anfangnimmt, so müssen die Pflegepersonen ihr Werk bei'eits ca. 2 Stundenvor diesem Zeitpunkte beginnen, also um 7 resp. 6 Uhr Morgens. Diezwischen der ersten ärztlichen Visite und der zweiten, der Mittagsvisite,liegende Zeit wird zum grösten Theil durch die Ausführung der bei derMorgenvisite vom Arzte angeordneten Maassnahmen und durch die Auf-gabe der Krankenernährung ausgefüllt.
Bei der Vollführung der ärztlichen Anordnungen spielt eine be-sonders wichtige Rolle das pünktliche Eingeben der für die betreffen-den Kranken aus der Anstaltsapotheke gekommenen Arzneien, fürwelches die Pflegepersonen verantwortlich zu machen sind. Eswird damit eine belangreiche und vertrauenerfordernde Aufgabe indie Hand der Krankenwartung gelegt, von deren sorgsamer und genauerErfüllung oft der Erfolg der Krankenbehandlung zum grossen Theile ab-hängt. ' Nicht nur unbedingte Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, strictesPesthalten aller in Bezug auf die Darreichung der Medicamente ge-gebenen ärztlichen Wünsche, sondern auch eine geschickte und kunst-gerechte Zuführung der betreffenden Substanzen zum Körper des Krankenist erforderlich. Dies gilt sowohl für die innerlich aufzunehmendenArzneien wie die verschiedenartigen Mixturen, Pulver, Pillen, Pastillen,Tabletten, die Thees und Mineralwässer, als auch für die äusserlich zuapplicirenden Medicamentc, die einzureibenden, aufzustreichenden odereinzuführenden Salben, die Pflaster, die flüssigen Einreibungen etc., beideren Handhabung die peinlichste Sauberkeit, die grösste Accuratesse,das sorgsamste, schonendste Vorgehen nothwendig erscheint. Was die Aus-führung sonstiger Heilvornahmen anlangt, die in den Bereich der Kranken-pflege gerechnet werden, so sind vor Allem Ausspülungen der verschie-denen Körperhöhlen, Einspritzungen in ebendieselben und ferner subcutaneInjectionen, Einträufelungen, Pinselungen, Einpulverungen, Einathmungen,sodann die verschiedenen hydriatischen Proceduren, die kalten undwarmen Voll- und Theilbäder, die Douchen, die medikamentösen Bäder,die warmen und kalten Umschläge, die Eisanwendungen, Uebergiessungen,Waschungen, Wärmeapplicationen in Form von Warmluftbädern, Wärme-umschlägen und Anwendung sonstiger Wärmeapparate zu erwähnen. DieAusführung aller dieser so mannigfachenHilfeleistungenwird indenKranken-austalten häufig ausschliesslich der geschulten Krankenwartung übertragen,