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grössere Zahl von personellen Hilfskräften gebraucht wird, um einenichts vernachlässigende und individualisirende Pflege zu ermöglichen,fn manchen Krankenanstalten werden daher für Schwerkranke, die be-sonders viel Hilfe brauchen, überzählige Pflegepersonen, sogenannte„Extrapflegen" eingestellt, damit sich diese den betreffenden Kranken ganzwidmen können und die reguläre, für die Säle ohnehin bestimmte Kranken-wartung entlasten. Dieses sehr empfehlenswerte System ist besondersin England und Amerika in grösserem Umfange verbreitet (vgl. v. Leyden,1. c. pag. 25), sowohl auf den inneren Abtheilungen, als den chirur-gischen, während es in Deutschland, auf den letzteren schon seit längererZeit geübt, auf den ersteren sich erst in den letzten Jahren mehr ein-gebürgert hat. In den Specialkrankenanstalten, wie sie für die ver-schiedensten Krankheitsgruppen sich besonders im jüngsten Jahrzehntentwickelt haben, liegen die Verhältnisse zum Theil abweichend von denfür die allgemeinen Krankenhäuser geltenden; hier spielt eben die Eigen-art der Erkrankungen eine besondere Rolle. Was die Heilanstalten fürLungenkranke anlangt, so kann in den neuen Volksheilstätten, dieallenthalben jetzt in Deutschland errichtet werden, die Zahl des er-forderlichen Pflegepersonals eine geringere sein als in den allgemeinengrossen Krankenhäusern, da es sich hier ja fast ausschliesslich um diePflege Leichtkranker, im ersten Stadium der Erkrankung Befindlicherhandelt. Aus statistischen Erhebungen, die ich vor Kurzem über dieseVerhältnisse anstellen konnte, ergab sich, dass im Allgemeinen in dendeutschen Volksheilstätten nur halb so viel Pflegepersonal als nöthig er-achtet wird, als in den allgemeinen Krankenhäusern: durchschnittlichkommen auf 100 Kranke 5 geschulte Pflegepersonen (vgl. P. Jacobsohn,Das Krankenpflege-Personal in Specialkrankenanstalten, insbesondere inLungenheilstätten. Berl. klin. Wochenschr. 1898. pag. 1117 ff.). Inden Privatheilanstalten für Lungenkranke hingegen, welche vielfach auchPatienten in vorgeschritteneren Krankheitsperioden aufnehmen und ver-pflegen, wird allerdings dieses Vcrbältniss oft eine Abänderung erleidenmüssen, insofern hier häufig zweifellos mehr Pflegekräfte von Nöthensind. In den Anstalten für Geisteskranke hängt die Zahl der für dieWartung erforderlichen Personen in erster Linie von der Gemeingefähr-lichkeit der Kranken, in zweiter von dem allgemeinen körperlichen Zu-stande derselben ab. In den Abtheilungen, in welchen unruhige, zu Wuth-ausbrüchen geneigte oder auch an häufigen Kramp fanfällen leidendeKranke untergebracht sind, ferner auch zur Obhut von Kranken, dieselbstmörderische Absichten befürchten lassen, bedarf es vermehrterPfiegekräfte, ebenso auch zur Pflege derjenigen Kranken, die durchLähmungen besonders unbehilflich geworden sind. Hier wird ebenfallsbereits vielerorts das System der „Extrapflegen", nach dem für be-sonders schwierige Fälle überzählige Pflegepersonen zur Verfügung ge-stellt werden , geübt. In den Specialkrankenanstalten für Kinderwird allgemein ein besonders reichliches Pflegepersonal gegenwärtigals nothwendig erachtet; auf 2—4 Kranke schon wird eine Pflegerin