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werbszweige zu widmen. Aus dem letzteren Umstände erklärt es siehauch, dass man, um das erforderliche Personal für die giösseren welt-lichen Krankenanstalten zu gewinnen, in früheren Zeiten sehr oft seineZuflucht zu minderwerthigen Elementen der menschlichen Gesellschaftnehmen musste, welche den Krankenpflegeberuf als einen letzten Rettungs-anker im Leben, in dem sie schon vorher Schiffbruch gelitten hatten,ansahen. Es lässt sich nicht leugnen, dass das „Lohn-Pflegepersonal",welches wir nach den zeitgenössischen Berichten in den grösseren Kranken-häusern des 17. und 18. Jahrhunderts antreffen,, sich zu einemüberwiegenden Theile aus wenig vertrauenswürdigen Personen, ja ausLandstreichern und Dirnen, rekrutirte. Dementsprechend war es nichtzu verwundern, wenn das Lohnpersonal der damaligen Zeiten in dergesellschaftlichen Achtung einen niedrigen Rang einnahm und in Folgedes in seinen Reihen in starkem Maasse vorhandenen Contingents anrohen und gänzlich ungebildeten Personen im grösseren Publicum Vor-urtheile hervorrief, deren Consequenzen inbezug auf die gesellschaftlicheWerthschätzung des selbstständigen Krankenpflegeberufes noch heutigenTages nicht ganz getilgt sind, wenngleich sich inzwischen das Niveauder gewerbsmässigen Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen auf einewesentlich höhere Stufe hat erheben lassen. Eine Verbesserung undVervollkommnung dieser freien Pflegegruppe und eine grössere Befähigungder Lohnpflegepersonen trat erst beim Beginne des 19. Jahrhundertsein, nachdem eine Anzahl hervorragender Aerzte energisch auf die Un-zulänglichkeit der damaligen Verhältnisse hingewiesen hatte. Auf ihreVeranlassung erfolgte an einer Reihe grösserer allgemeiner städtischerKrankenhäuser die Begründung von sogenannten „Krankenwärterschulen",die einen von Aerzten geleiteten Unterricht mit einer für die damaligeZeit ausreichenden systematischen Eintheilung des Lehrstoffes für diepersonelle Krankenwartung darboten. Durch fortschreitende Vermehrungderartiger Unterrichtsanstalten gelang es. allmählich, ein mit besserenKenntnissen ausgestattetes und von den fundamentalsten Aufgaben desKrankenpflegeberufes mehr durchdrungenes Hilfspersonal zu erziehen.Immerhin jedoch waren die Erfolge, welche mit den „Wärtern undWärterinnen" erzielt wurden, keine dauernd zufriedenstellenden, washauptsächlich darin seinen Grund hatte, dass man, da die Zahl der sichzum Eintritt in den Unterricht Meldenden nicht sehr gross war, nichtallzu wählerisch hinsichtlieh des Bildungsniveaus sein konnte, ferner auchdie Unterrichtsdauer für unsere heutigen Anschauungen zu kurz bemessenwar und vor Allem das .ausgebildete Pflegepersonal meist nicht dauerndbei der Pflegethätigkeit ausharrte, sondern mehr eine Unbeständig fluc-tuirende Menge aus anderen Berufsarten zusammengeströmter und nurzeitweilig sich der Kranken Wartung zuwendender Personen darstellte,über deren fernere Thätigkeit eine Controile nicht ausgeübt werden konnte.Aul diese Weise erklärt es sich, dass noch bis auf die. Gegen-wart die ausserhalb der Genossenschafts-Organisation stehende „freie"Krankenpflege im Allgemeinen hinter dem Niveau der beruflichen