Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
167
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts. 167

der mannigfaltigsten Ausführung, einfach und höchst elegant, je nachden zur \ 7 erfügung stehenden materiellen Mitteln verwendbar, hergestelltwerden. Es sind bequeme, gepolsterte Lehnstühle, mit Armlehnen undeinem Ueberzug von abwaschbarem Ledertuch versehen, ähnlich denweiter oben erwähnten Ruhesesseln für Krankensäle, jedoch nicht aufRollen, sondern, der Benutzung im Feien entsprechend, aul drei grösserenRädern gehend. Zu erhöhter Annehmlichkeit für den Kranken sindhäufig an ihnen noch verstellbare seitliche Kopfstützen, Krankentischchen,Lesepulte, Fussverdecke und Aehnlichcs angebracht; auch Fusswärm-kästen, Friesdecken helfen der Behaglichkeit nach. An der Hinter-fläche der Rückenlehne tragen diese Fahrstühle einen Handgriff, den diePflegeperson ergreift, welche das Herumfahren des Kranken bezw. dasVorwärtsschieben des Fahrstuhles zu besorgen hat. Bei manchen Fahr-stühlen ist an der Vorderseite eine Lenkstange vorhanden, welche demKranken zur Direction überlassen werden kann, um ihm, der sich seinerSchwäche wegen nicht

activ vorwärtsbewegen Fig. 212.

kann, wenigstens einegewisse Betheiligung ander Bewerkstelligung desSpazierenfahrens zu er-möglichen , was psy-chisch in günstiger Weiseeinwirken kann, indemder Kranke doch einwenig Vetrauen in die Krankenbettfahrer nach P. .Jacobsohn,

eigene Kraft behält.

Diesen Fahrgeräthen stehen die sog.Selbstfahrer" nahe, Fahrstühlefür Kranke, deren untere Extremitäten gelähmt sind, und beidenen durch einen von den Händen des Kranken selbst in Bewegunggesetzten Mechanismus das Geräth vorwärtsgebracht wird. Diese Selbst-fahrer eignen sich, schon ihres hohen Preises wegen, weniger für Kranken-häuser, in denen stets für geschultes Pflegepersonal zur Bedienung derFahrstühle gesorgt ist, sondern mehr für die private Pflege besser si-tuirter Personen, die durch ihre Benutzung die Möglichkeit gewinnen,auch ohne Ingebrauchnahme der Beine und ohne Begleitung Spazierfahrtenin den Strassen vornehmen zu können; im Hospital handelt es sich jagewöhnlich um Reeonvalescenten, denen jede dauernde Muskelanstren-gung, wie sie hier in Bezug auf die oberen Extremitäten erforderlichwird, schädlich und daher untersagt ist. Zweifellos aber leisten der-artige Hilfsgeräthe den Kranken, für die sie sich eignen, sehr grosseund schätzbare Dienste und bilden eine wichtige Gruppe unter den tech-nischen Unterstützungsmitteln der Krankenpflege, welche speciell derBewegung des Kranken dienen. Schliesslich sei bemerkt, dass manheutzutage den Krankentransport im Hospital nicht nur in jeder Weisedurch Zuziehung möglichst vollkommener Transportgeräthe becpjcm und