164 P. Jacobsohn,
stuhle sind den erwähnten mechanischen Krankentragen ähnlich; siebieten beim Gebrauch dem Kranken die Annehmlichkeit, dass die Schräg-stellung der Geräthe beim Passiren der Treppen vermieden wird, indembei ihrer Construction darauf Bedacht genommen wird, die am Kopfendebefindlichen Handhaben entsprechend höher anzubringen als die am Fuss-ende befindlichen (Fig. 209). Werden die Treppentragstühle gleichzeitigan den Füssen mit Gummirädern versehen, so können sie dazu dienen,den Kranken nicht nur in den Garten zu überbringen, sondern ihn auchdaselbst weiterhin spazieren zu fahren, ohne dass ein Wechsel desTransportmittels nöthig wird. Wo wenig pecuniäre Mittel zur Verfügungsind, behilft man sich wohl auch mit geeignet gebogenen eisernen Stäbenzum Zwecke des Treppentransportes, die an gewöhnliche Krankenstühlebeiderseits angeschraubt werden und so die Anwendung besonderer Trag-stühle überflüssig machen können.
In den letzten Jahren ist in den grösseren Krankenanstalten dieVerwendung der verbreitetsten Transportgeräthe für Kranke, der Trag-bahren und Tragstühle, durch die Einführung zweier neuer technischer
Fig. 208.
Zusammenlegbare Tragbahre für Feldlazarette.
Beförderungsmittel wesentlich eingeschränkt worden, nämlich des dieverschiedenen Hospitalstockwerke verbindenden Fahrstuhls (Lilt) und dersog. Krankenbettfahrer. Die mannigfachen Unbequemlichkeiten des Bahren-transportes, insbesondere das wiederholt nöthige Umbetten des Krankenvom Bett zur Bahre, von der Bahre zum Operationstisch und vice versasowie die Inanspruchnahme zweier Pflegepersonen, die für diese Art desTransportes benöthigt werden, hat Veranlassung gegeben, auf eine Ver-einfachung und Vervollkommnung der Beförderungstechnik zu sinnenund auch hier dazu geführt, durch geeignete mechanische und maschi-nelle Hilfsgeräthe sowohl für den Kranken als das Personal eine sehrbecpieme und gesicherte Methode zu gewinnen. In fast sämmtlichengrösseren modernen Krankenhäusern sind die einzelnen Stockwerkegegenwärtig durch senkrechte Fahrschachte mit einander verbunden, inwelchen Fahrkammern laufen, die genügend gross sind, um ein ganzesKrankenbett sammt Begleiter aufzunehmen, und durch hydraulische Kraftoder Electricität gehoben und gesenkt werden. Natürlich sind derartigetechnische Einrichtungen, welche bereits bei der Erbauung neuer grössererKrankenanstalten als unerlässlich angesehen werden, von erheblicherKostspieligkeit und erfordern eine besondere Etatbelastung von 10000 bis
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