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P.Jacobsohn,
Fig. 195.
. VerstellbareKrankenkrüoke
werden. Diesen Vorrichtungen stehen am nächsten die sog. Kranken-Lauf- und Gehstühle, deren es verschiedene Systeme giebt, welchejedoch ziemlich auf dem gleichen Princip beruhen. Einsehr empfehlenswerthes Geräth dieser Art ist der vonAlbers beschriebene Laufstuhl für Gehübungen (vgl.Zeitschr. f. Krankenpfl. 1894. pag. 371), welcher sich inerster Linie bei der Nachbehandlung consolidirter Fractu-ren, resecirter Gelenke der unteren Extremitäten u. dgl.als auch überhaupt bei der Vornahme der ersten Geh-versuche seitens schwacher und unbehilflicher Krankerals sehr brauchbar erwiesen hat. Die Construction diesesUnterstützungsapparates ist eine derartige, dass ein grosser,quadratisch geformter, hinten offener Holzrahmen, der aufvier mit elastischem Gummiring belegten Rollen läuft,die Basis bildet. Die Rollen gestatten, da ihre horizon-talen Axen sich um verticale Zapfen drehen, jede beliebigeBewegung des Rahmens in der Ebene. Mit diesemgrösseren Rahmen ist durch vier Streben ein kleinererähnlich geformter Rahmen verbunden, welcher verstellbare,gepolsterte Armstützen trägt. Beim Gebrauch tritt derKranke von hinten in den Laufstuhl, legt die Vorderarmeauf das vordere Brett des oberen Rahmens und ergreiftdieses selbst mit den Händen, während die Armstützeneingestellt und unter die Achselhöhlen geschoben werden. Der Krankeschiebt nun beim Gehen den Stuhl vorwärts und hat es in der Gewalt,durch mehr oder weniger starkes Auflehnen aufdie Armstützen und den oberen Rahmen daskranke Glied zu entlasten und letzterem allmäk'geinen Theil des Körpergewichtes zu übertragen.Die Kranken gewinnen bei Benutzung dieses Ge-räthes ziemlich schnell die nöthige Sicherheit, umdann an Stelle des Laufstuhles bequemere Stütz-mittel, wie Krücken und Stöcke verwenden zukönnen, mit denen sie sich unabhängiger zu be-wegen und namentlich auch Treppen zu steigenvermögen (Fig. 199). Um dem Kranken beider Benutzung ein zeitweises Ausruhen in sitzen-der Stellung zu ermöglichen, kann event. in denLaufstuhl ein Sitzgurt eingehängt werden; auchzusammenklappbare Geräthe dieser Art sind her-KrückeundHandpolster). gestellt worden, welche ihren Transport wesent-lich erleichtern. Bemerkt sei hier noch, dass fürKrankenanstalten die neuerdings angegebenen verstellbaren Krücken be-sonders zu empfehlen sind, da dieselben bei Personen verschiedenster GrösseVerwendung finden können und so die Anschaffung vielfacher Krücken-paare ersparen (Fig. 195). Schliesslich sei erwähnt, dass von Mendelsohn
Piff. 196. Fig. 197.
Stützstöcke für umher-gehende Kranke (mit