Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.
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Fig. 193.
durch ein schmales horizontales Querholz verbunden sind;hierdurch wird eine bessere Vertheilung resp. Verminderungder Körperlast erreicht, welche dem Geräth grössere Halt-barkeit verleiht. Das obere Querholz wird zweckmässigmit einem nach oben etwas concaven Achselpolster belegt,welches den Gebrauch dieser Hilfsmittel bedeutend erleichtertund angenehmer macht (Fig. 193). Neuerdings wird dasAchselpolster auch häufig durch einen die beiden Stab-enden verbindenden freien Lederriemen ersetzt, der sichvermöge seiner Nachgiebigkeit und Schmiegsamkeit derAchselhöhle besonders gut anpasst und den lästigen Druckbeim Gehen verringert (Fig. 194). Von Werth ist auch, dassdarauf geachtet wird, dass das untere Ende der Krückemit einem elastischen Gummiknopf versehen ist, da durchdiesen das unangenehme Aufstossen auf den Fussbodenbei der Vorwärtsbewegung gemildert wird. Die gleicheEinrichtung ist auch bei der Verwendung der Krückstöcke,modificirter Spazierstöcke, die sich durch stärkere Bauart Krücke mitund eine besonders festgefügte Querkrücke, die auch durch Achselpolsterein Handpolster ersetzt werden kann, auszeichnen, er- für umher-forderlich. Bei der Verwendung dieser Hilfsmittel für die gehende Kranke,active Vorwärtsbewegung Kranker ist darauf zu achten,dass sie stets in erster Linie auf der gesunden Seite getragen werdenmüssen, um dem Körper den nöthigen Halt zu geben. Jedoch benutzenviele Kranke, besonders solche, welche die Geräthe nichtnur anwenden, um ihrem Körper der vorhandenen allge- Fig. 194.meinen Muskelschwäche halber eine Stütze zu geben, son-dern deren Extremitäten auf der einen Seite gelähmt oderinfolge chirurgischer Eingriffe (Amputationen etc.) nurnoch unvollkommen leistungslähig sind, an beiden Seitenje eine Krücke, die sie in die Achseln einstellen, um demKörper in grösserem Maasse geeignete Unterstützungs-punkte zu bieten. Die mit Handpolster versehenen Krück-stöcke dienen- besonders auch dazu, schwächlichen, ge-bückt gehenden Reconvalescenten in zweckmässiger Weisevorwärts zu helfen,' indem der Kranke sich mit beidenHänden gleichzeitig auf den Stock stützt und so dem Körpereinen Ruhepunkt giebt, ehe er weiter vorwärts schreitet(Fig. 197). Ganz ähnliche Zwecke verfolgen die besondersin Krankenanstalten verbreiteten Gehbänkchen, welche densog. „Bauerntischchen" vergleichbar hergestellt sind undaus einem auf vier nach oben conver/girenden Holzstäben Krücke mitbefestigten schmalen Brettchen bestehen, das seitlich zwei freischweben-1 landhaben trägt (Fig. 198). Diese einfachen Hilfsgeräthe dem Riemen,haben sich als ausserordentlich zweckmässig bewährt undkönnen daher als werthvölle Hilfsmittel des Krankencomforts bezeichnet