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fäden und Handbüchern beschrieben sind und sich durch eine lang-dauernde Erfahrung vielfach in typischer Weise herausgebildet haben.Hierhin gehören das behutsame Aufheben des Kückens und Kopfesbei bettlägerigen Kranken mit gleichzeitigem Anheben des Kopf-kissens, ferner das Umfassen des Nackens der auf dem .Bettrandesitzenden Pflegeperson beim Aufsetzen des Kranken zur ärztlichen Unter-suchung, dann das kunstgerechte Aufheben und Umbetten des Krankendurch eine, zwei oder drei Pflegepersonen, das Unterstützen gelähmteroder hinkender Kranker beim Gehen durch Nachhilfe auf der gesundenSeite, das Führen und Tragen der Kranken über Treppen und ähnlichesmehr. Abgesehen von diesen wichtigen Beihilfen, wie sie die personelleKrankenwartung bietet, stehen jedoch auch eine grosse Reihe technischermaterieller Vorrichtungen und Apparate zu Gebote, welche sorgfältig fürdie Unterstützung der Krankenbewegung angegeben und ersonnen sind,und welchen wir hier eine etwas eingehendere Aufmerksamkeit zu-wenden wollen.
Die activen Bewegungen Kranker sind im Grossen und Ganzengegenüber den Bewegungen gesunder Menschen überhaupt wesentlichbeschränkt; denn selbst die meisten leichter Kranken, welche nichtdauernd an das Bett gefesselt sind und sich in den Tageräumen derHospitäler oder im Garten aufhalten dürfen, bedürfen erheblicher Ruheund Schonung. Immerhin aber ist es doch zweckmässig, einen Unter-schied zu machen zwischen den eigentlichen Schwerkranken, den dauerndbettlägerigen, sehr erschöpften, geschwächten und daher besonders un-behilflichen Kranken und auf der andern Seite den das Bett zeitweiseoder tagüber verlassenden, umhergehenden Kranken. Während sich dieactiven Körperbewegungen bei der ersteren Gruppe von Kranken fastausschliesslich auf ein Anheben des Oberkörpers oder ein kurzdauerndesAufsetzen beschränken, verrichten die der letzteren Gruppe angehörendenKranken schon eine Reihe erheblich grösseren Kräfteaufwand erfördern-der Bewegungsthätigkeiten, wie das Aufstehen aus dem Bette, das Um-hergehen im Krankensaale, länger dauerndes Aufsitzen in Krankenstühlen,mit Treppensteigen verbundenes Aufsuchen des Gartens etc. Je geringereAnstrengungen die Ausführung aller dieser Thätigkeiten erfordert, je be-quemer und leichter ihre Vollziehung dem Kranken gemacht wird, umso weniger leicht, ist ein schädigender Einfluss derselben zu befürchten,und um so eher werden derartige Bewegungsthätigkeiten dem Recon-valescenten, zu dessen psychischem Wohlbefinden sie häufig wesentlichbeitragen, gestattet werden können. Aehnliche Erwägungen also, wiesie bereits in den vorhergehenden Capiteln dargelegt wurden bei derBesprechung der Hilfsmittel für die Lagerung, die Kleidung, die Ent-leerungen der Kranken etc., sind die Veranlassung gewesen, auch dieactiven Körperbewegungen der Kranken durch geeignete technischeHilfsmittel zu unterstützen und zu fördern. Einfache Vorrichtungen,welche diesen Zweck verfolgen, sind die sog. „Kranken-Aufrichter",welche, wie ihr Name besagt, dazu dienen, dem, in Bettrückenlage