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2,1 (1902)
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P. Jacobsohn,

Piff. 183.

Transportabler Eisbe-

Um schliesslich die Anwendung aller dieser zur localen Abkühluni;am Krankenbette verwendeten Hilfsmittel noch weiterhin dem Krankenmöglichst zu erleichtern und bequem zu gestalten, insbesondere um einedauernde gleichmässige Wirksamkeit derselben zu gewährleisten, undzugleich in der Lage zu sein, eine dem Kranken unangenehme Be-lastung bei der Application (Peritonitis, Phlegmone etc.) zu vermeiden,sind eigene Vorrichtungen für das Krankenbett con-struirt worden, die sog. Eisbeutelträger (Fig. 186)und Reifenbahren (Fig. 48), an welchen die gefülltenEisbeutel bei der Application aufgehängt werden. Diein früherer Zeit häufig für die Eisapplication benutztennach der Beschickung mit einem Bindfaden zuge-schnürten Thierblasen (ausgeschnittene Harnblase desRindes und Schweines) sind mit Recht jetzt, wenig-stens in den Hospitälern, definitiv aus der Rüstkammerdes Krankencomforts verbannt worden, weil dieselbenleicht nässen und übelriechend werden; nur für denNothfall greift man in der Privatpflege bei un-hälter für Krankensäle, bemittelten Kranken heute noch in Ermangelungeines besseren Hilfsmittels zu diesen eigenartigenimprovisirten Kühlgeräthen.

0-) Bewegung der Kranken.

War uns bereits als eine der wichtigsten Aufgaben der wissenschaftlichgeordneten Krankenpflege die Fürsorge erschienen, durch Anwendung-zahlreicher mühsam ersonnener und zweckmässig ge-sammelter technischer Vorrichtungen die Ruhe und Be-haglichkeit des in Bettrüekenlage verharrenden Krankennach Möglichkeit zu unterstützen und zu fördern, so trittin noch höherem Maasse die unabweisliche Forderung anden Arzt wie auch die den Kranken pflegenden Personenheran, alle unvermeidlichen Körperbewegungen in derWeise zu beeinflussen und zu modificiren, dass dieselbendem Kranken nach Kräften erleichtert und becpjem ge-macht werden. Da es von vornherein als wünschens-Eisbeutel aus werth erscheinen muss, die Muskelkräfte geschwächter, ingummirtem Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit reducirter Kranker zuschonen und jeden ersparbaren Kraftverbrauch hintanzu-halten, so ist es unzweifelhaft von erheblichem therapeu-tischem Werth und directem Nutzen für das kranke Individuum undebenso für den günstigen Krankheitsverlauf, zu erstreben, dass durchdie Bewegungen, welche der Kranke entweder selbst ausführt, oderwelche mit ihm durch andere Personen ausgeführt werden müssen, nichtnur kein Schaden angerichtet, sondern auch dem subjectiven Wohl-befinden in der mannigfaltigsten Weise zu Hilfe gekommen wird. DieErkenntniss dieser Notwendigkeit hat dazu geführt, dass der Arzt bei

Fig. 184.

Stoff.