Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
143
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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Warmvorrichtung für den

Hals, mit essigsaurem

Natrium gefüllt.

Fig.

15G.

Thernlophor-Compresse ausGummi.

wird in einem besonderen Erhitzungscylinder aus Metall, der mit einemHandgriff' und einer verschliessbaren Eingussöffnung an seinem oberenEnde versehen ist und unter welchem eine Spirituslampe angebrachtwird, angewärmt und strömt dann seitlich ausdem Mantel des Gylinders in einem willkürlich Fig.^155.

mittelst eines Hahns regulirbaren Strome durcheinen Gummischlauch zu dem betreffenden An-satzstück, dessen Form sich nacb der Gestaltdes gerade zu erwärmenden Körpertheils richtet.Zu dem Apparat gehören eine Anzahl von An-satzstücken, welche sich den ' verschiedenstenKörpertheilen (Ellenbogen, Knie, Ohr, Ferse etc.)adaptiren (Fig. 154). Nachdem das Wasser den

Hohlraum des betreffenden doppelwandigen Ansatzstückes durchströmt hat,fliesst es durch einen zweiten Gummischlauch wiederum dem unteren Thciledes Erhitzungscylinders zu und wird in dem-selben aufs Neue angewärmt. Es befindet sichsomit das Wasser innerhalb des Apparates insteter Oirculation und kann in dem metallenenAusatzstück stundenlang auf gleichraässiger,genau regulirbarer Temperaturhöhe erhaltenwerden. Um die Oirculation des warmenWassers in wünschenswerther Weise zu er-halten, ist es nothwendig, dass der Erhitzungs-cylinder bei der Anwendung sich stets auf einem niedrigeren Niveau be-findet, als das betreffende Ansatzstück, das zweckmässiger Weise in einleinenes Tuch eingeschlagen wird. Auch zur längerdauernden Warmerhaltung von Umschlägen und Com-pressen kann der Apparat vorteilhaft benutzt werden,indem man alsdann das Ansatzstück oberhalb derCompresse auflegt oder in dieselbe einlegt (vgl. Zeitschr-f.Krankenpfl. 1897. pag. 7). Der Apparat gewährt so-mit die grosse ßecpjemlichkeit sowohl für den Krankenals auch für das Pflegepersonal, dass das häufigeWechseln und Neuanwärmen der gewöhnlichen Com-pressen bezw. das häufige Neufüllen der gewöhn-lichen Wärmflaschen in Fortfall kommt. DieselbenYortheile suchen mehrere gleichfalls in letzter Zeitconstruirte Wärmgeräthe auf anderem Wege zu er-reichen. Von diesen erscheint als das zweckmässigste "Wärmflasche ausdie sog. Thermophor-Oompresse, welche aus einem Metall, mit essigsauremviereckigen bald grösseren bald kleineren Gummi- Natrium gefüllt,kissen aus schmiegsamem Weiehgummi besteht,dessen Oberfläche in der Mitte einen kleinen knöpf förmigen Metall-Handgriff trägt und dessen Innenraum mit einer gewissen Menge krystalli-sirten essigsauren Natrons und Glycerins angefüllt ist. Diese Thermo-

Fig. 157