134
P. Jacobsohn,
Fiff. 128.
verbrannt wird und nur den Werth von einigen Pfennigen reprä-sentirt (vgl. Zeitsohr. f. Krankenpfl. 1897. pag. 275).
Die Speigeräthe für umhergehende Kranke, wie solche in allenKrankenhäusern auf den Corridoren, den Treppen-absätzen und in den Tagesräumen in nicht zugeringer Anzahl vorhanden sein müssen, findenam meisten in der Gestalt von am Boden ste-henden runden Speinäpfen aus Glas oder Por-zellan Anwendung. Gewöhnlich werden einfache,Dache Glasschalen benutzt, welche nicht einen zukleinen Durchmesser haben sollen, damit dieKranken nicht leicht vorbei und auf den Fuss-boden spucken. Ein absichtliches Ausspeien aulden Fussboden sollte überall bei Strafe verbotenwerden, und müssen dementsprechende Bestim-mungen bezw. Verbote in deutlicher Schrift in den Krankensälen undauf den Fluren reichlich angebracht sein. Die Speischalen werden zur■ Hälfte mit Wasser oder noch besser mit des-
Speischale nachSchrötter aus ge-presstem Carton.
Fig. 129.
häufig
er-
Einfacher Spuclmapf ausGlas für die Corridore derI [ospitäler.
inficirenden Lösungen gefüllt, dieneuert werden müssen. Um auch diese Spei-näpfe dauernd bedeckt halten zu können, sindneuerdings derartige Geräthe construirt worden,welche mit einem gut schliessenden Metall-deckel versehen sind, der sich jedes Mal beider Benutzung durch Herabdrücken eines Pe-dals vermittelst Hebelvorrichtung öffnet. Diefrüher vielfach für die Speinäpfe verwendetenFüllungen von Sand, Kaffeesatz,Holzwolle, Säge-spähnen etc. sind zu verwerfen, da sie die Austrocknung und Zerstäubungdes Auswurfes eher befördern als verhindern. Um der Möglichkeit des Vor-
beispuckens entgegen-Fiff. 130. Fi»-. 131. zutreten und auch das
Verspritzen von Spu-tumtröpfchen möglichstzu reduciren, hat manneuerdings mit Rechtdie Einrichtunggetroffen,die Speischalen nichtmehr auf dem Fussbodenzu placiren, sondern siean einem an der Wandbefindlichen wagerechten Metallträger ca. 1,25 m hoch über dem Erd-boden zu befestigen. Besonders practisch sind diejenigen Speibehält-nisse, bei welchen unmittelbar nach dem Gebrauch eine automatischeWasserspülung in Thätigkeit tritt, welche das entleerte Sputum alsbaldin ein mit desinficirender Flüssigkeit gefülltes Reservoir abschwemmt;
Verschiedene Formen von Speinäpfen für umhergehende Kranke.