Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
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128
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P. Jacobsohn,

Fig. 113.

Bettschüssel mit abnehmbarem Sitzrande,zur Erleichterung der Desinfection.

auf die Gefahr eines leichteren Zerspringeiis bei Benetzung mit heissenFlüssigkeiten; die noch weniger kostspieligen Zinkschüsseln, welche beigeringen Mitteln in der Privatpflege nicht ganz entbehrt werden können,sind schwer zu reinigen und müssen jedenfalls sogleich nach der Benutzungstets blank geputzt werden, während bei den Porzellangeräthen ein gründ-liches Abwaschen mit warmem Seifenwasser genügt, dem bei infectiösem

Inhalt Nachspülungen mit antisep-tischen Flüssigkeiten folgen. Dasgeeignetste Material für diese Ge-räthe wäre ja nach theoretischenErwägungen durchsichtiges Glas,bei dessen Verwendung man sichsowohl von der absoluten Sauberkeitdes Geräthes als auch von der Be-schaffenheit des Inhaltes am ge-nauesten unterrichten könnte; esist jedoch bisher nicht gelungen,Schüsseln aus genügend starkemGlase herzustellen. Am zweck-mässigsten sind die nicht zu flachen, runden Bettschüsseln mit hohlemangeschmolzenen Porzellanhandgriff, welche von der Seite her unter dasGesäss des Kranken gebracht werden; ihr oberer Band sei etwas nachinnen gebogen, sodass der Kranke möglichst wenig den Druck des Ge-räthes unangenehm empfindet. Auch diese Vorrichtungen bedürfen stets

der dem Gebrauche vorhergehen-Pig. 114. den Anwärmung durch Ausspülen

mit warmem Wasser. Bei man-chen Steckbecken findet man stattdes hohlen Handgriffes einen oderauch zwei Henkel an der Schüsselangebracht, doch sind diese älte-ren Oonstructionen weniger em-pfehlenswerth, weil man bei ihnenden Inhalt weniger gut entleerenund das Geräth weniger sicherim Bette dirigiren kann. Neuer-dings hat man verschiedent-lich versucht, Verbesserungenan den Bettschüsseln zu ersinnen,einerseits, um dem Kranken dasimmerhin etwas unbequeme Defäciren in Rückenlage zu erleichtern, an-dererseits, um die Reinhaltung der Geräthe dem Pflegepersonal bequemerzu machen. Um dem ersteren Zwecke zu entsprechen, hat man dieSchüsseln, die, selbst wenn sie, was ja stets geschehen muss, vorher an-gewärmt sind, häufig dem Kranken durch die Kälte und Härte des Por-zellans unangenehm werden, an ihrer oberen Apertur mit einem flachen

Bettschüssel mit aufklappbarem Sitzrandeund Charniervorrichtung.