Druckschrift 
2,1 (1902)
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129
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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Fig. 115.

Keilförmiger Unterschieber für bett-lägerige Kranke aus Porzellan.

Polsterring belegt, der mit verschiedenartigen Stoffen bezogen wird. Dabeiist zu vermeiden, das Randpolster zu hoch zu wählen, da die Unbequem-lichkeit für den Kranken bei zu hohemGesammtniveau des Geräthes sich ver-grössert. Ferner ist als Polsterbezugam empfehlenswerthesten Gummistoff,nächstdem Ledertuch, während voreinem Belage mit Wollenstoff entschie-den gewarnt werden muss, da sich hiereine genügende Reinigung (Desinfection)nur sehr schwer erreichen lässt. Der-artige Steckbecken sind nur in derPrivatkrankenpflege verwendbar, wo sienur einem Kranken zur Benutzungdienen. Dem zweit genannten Zwecke

dienen die Becken, deren obere Hälfte vermittelst einer Charniervorrichtung(Fig. 114) emporgeklappt werden kann, eine Verbesserung, die in derThat beachtenswerth ist.

Die sog. Unterstecher, am Fig. 116.

besten gleichfalls ausPorzellan,haben eine längliche keilför-mige Gestalt und sind an ihrerhöheren Seite mit einem Hand-griff versehen, während dieHache Seite zugespitzt ist. Sicwerden dem Kranken zwischenden Oberschenkeln hindurchunter den Damm und das Ge-

säss geschoben (Unterschieber). Viele Kranke erklären, dass sie dieseGeräthe den Steckbecken der beeptemeren Lage wegen vorziehen; allerdingsist ihre Reinigung durch den im fnnernentstehenden spitzwinkligen Hohlraumerschwert (Fig. 115). Von Vortheil istder Umstand, dass die Unterstechergleichzeitig eine bequeme Urinentleerungermöglichen, die beim Gebrauch derrunden Bettschüsseln, insbesondere beiMännern, oft nur dadurch zweckmässigausgeführt werden kann, dass mangleichzeitig eine Glasente vorlegt. Umdiesen Uebelstand zu vermeiden, hatOppenheim neuerdings ein Steck-becken construirt, das an dem dem

Handgriff gegenüberliegenden Thcilc seines Randes einen besonderen Urin-fänger, sowie eine Ausbuchtung zur Aufnahme des Scrotum trägt (Fig. 116).Ein sehr practisches und bequemes Geräth ist das in Fig. 117 abgebildete,

Steckbecken für Männer nach Oppenheim.

Pig. in

Unterschieber mit Vorrichtung zumAuffangen des Urins.

Handbuch der Krankenversorgung u. Krankenpflege. IL Bd.

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