Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
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126
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P. Jacobsohn,

Fig. 10S.

man an den Apparaten die Einrichtung getroffen, dass der innere Por-zcllaneimer an seiner oberen Circumferenz eine rinnenförmige A r ertiefungträgt, die mit Wasser oder einer Lösung von Kalium permanganic.gefüllt wird, und in welche ein um den Rand des darauf zu setzendenVerschlussdeckels herumlaufender Vorsprung genau hineinpasst. so dassein absolut dichter Abschluss des Behälters erzielt wird. Andere zudemselben Zweck dienende Vorrichtungen sind so construirt, dass beimAufstehen der Kranken aus einem seitlich unter dem Mantel des Ge-räthes verborgenen Reservoir durch Federdruck eine gewisse Mengetrockenen, gepulverten Torfes ins Innere des Porzellangefässes und aufdie Fäcalien geschleudert wird, wodurch jeder Geruch sofort beseitigtwird, oder es fliesst beim Verlassen des Apparates nach Oeffnüng einesdurch Hebelwirkung in Thätigkeit gesetzten Ventils automatisch eineQuantität desinficirender Flüssigkeit in den Porzellaneimer und bedecktdie Entleerungen des Kranken; diese Apparate sind mit einem ähnlichenMechanismus versehen, wie die an die Wasserleitung angeschlossenenfeststehenden Defäcationsvorrichtungen, von denen schon oben die Redewar. Allerdings sind diese Constructionen nur dann verwendbar, wenn

die Entleerungen nicht mehr der ärztlichenBegutachtung unterbreitet werden sollen. Einensehr practischen transportablen „Ciosetstuhl"hat neuerdings Merke angegeben. Derselbebesteht aus einem sesselartigen, aus Gasrohrgebildeten Gestell mit bequemer Seiten- undRückenlehne; in die rundlich geformte Sitz-fläche des Gestells wird ein Porzellaneimerdirect eingehängt, dessen Rand etwas nachinnen umgebogen ist, so dass der Krankeausserordentlich bequem auf der VorrichtungPlatz findet. Das Geräth eignet sich ebensogut für den Hospitalgebrauch als für die Ver-wendung im Privathause und ist. den kasten-förmigen Zimmer-Nachtstühlen entschieden vorzuziehen, da es sehr leichtreingehalten und desinlicirt werden kann und infolge seiner einfachen Con-struetion auch wohlfeil ist. Ebenfalls von Merke ist ein besonders fürHospitäler sehr geeigneter Ciosetständer construirt worden, der in ersterLinie für die Verwendung bei Epidemien (Dysenterie) bestimmt ist, eineschemelartige Vorrichtung aus Eisenstäben, in welche ein Porzellantopieingehängt wird, der nach dem Gebrauch schnell entfernt und durcheinen zweiten Einsatztopf ersetzt werden kann. Erwähnt sei an dieserStelle auch das von L. Fürst construirte sehr zweckmässige Nachtgeschirrfür Kinder, welches die häufig beobachtete Verunreinigung des Fussbodensoder des Bettes mit Urin, wie sie bei den gewöhnlichen Nachtgeschirrenleicht eintritt, dadurch vermeidet, dass der Handgriff des Geräthes hohlgestaltet ist und sich nach oben trichterförmig erweitert, dabei zugleichden oberen Rand des Geschirrs überragt, so dass der Harnstrahl direct

Nachtgeschirr für Kindernach L. Fürst.