Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.
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und die damit verbundene Muskelanstrengung zu ersparen. Da es eineder Grundregeln einer geordneten Krankenpflege ist die Darmentleerungender Kranken niemals längere Zeit im Krankenzimmer selbst aufzube-wahren, sondern dieselben, wenn sie für die Zwecke der ärztlichen Beob-achtung reservirt werden müssen, sogleich an einen besonderen, abge-legenen Ort zu überbringen, natürlich in wohlbedecktem Zustande, soist es rathsam. den Gebrauch der Zimmernachtstühle, insbesondere inden Hospitälern, möglichst einzuschränken und thunlichst durch denGebrauch der Bett-Defäcationsapparate zu ersetzen; jedenfalls ist derInnenbehälter nach der Benutzung sogleich aus dem Krankensaal zuentfernen. Ganz wird sich die Verwendung der Zimmernachtstühle nichtvermeiden lassen, weil eine Anzahl von Kranken absolut nicht in derLage sind auf einer Bettschüssel liegend zu defäciren und die compli-
Fig. 106.
Fig. 107
Ciosetstuhl nach Merke.
Transportabler Ciosetständer nach
Merke (für Hospitäler bei
Epidemien).
cirteren Bettvorrichtungen ziemlich kostspielig sind. Auch giebt es ankatarrhalischen Zuständen des Darmes leidende Kranke, die, ohne zufiebern und gerade ans Bett gefesselt zu sein, doch einen so häufig undso plötzlich sich einstellenden Stuhldrang zeigen, dass man hier ohnedie transportabeln Ciosetapparate nicht auskommt. Bemerkt sei hier,dass bei ihrer Verwendung sehr sorgfältig darauf zu achten ist, dassdie Kranken sich nicht während der Defäcation erkälten, wasdurch hinreichende Umhüllung mit wollenen Decken leicht vermiedenwerden kann. Auch bedürfen die Kranken bei längerdauerndem Auf-rechtsitzen und starker Anstrengung der austreibenden Bauchpressehäufig sorgsamer manueller Unterstützung. Um den üblen Geruch,welchen derartige transportable Nachtstühle leicht annehmen, zu ver-meiden und eine Verunreinigung der Krankenzimmerluft dureb die Aus-dünstungen der Entleerungen überhaupt möglichst einzuschränken, hat