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2,1 (1902)
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124
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P.Jacobsohn,

Fig. 105.

Fällen sich als brauchbare Hilfsmittel des Krankencomforts erweisen,wo es sich um Kranke handelt, welche Störungen der Urinentleerungzeigen, sondern auch bei Kranken, welche zu schwach sind, um ihreDarmenticerungen in anderer Weise zu bewerkstelligen als in ruhigerRückenlage, und leiten uns damit zu den für diesen Zweck besondersconstruirten Geräthen über.

Diejenigen Kranken, welche tagsüber längere oder kürzere Zeitausser Bett sein dürfen, benutzen in den Hospitälern die in der Näheder einzelnen Krankensäle belegenen Olosetanlagen, um ihre Defäcationzu vollziehen. Ausgeschlossen hiervon sind jedoch Kranke, welcheDarmentleerungen produciren, deren Infectiosität das Aufsuchen des ge-meinsamen Aborts unzweckmässig erscheinen lässt. Auch in der Privat-pflege wird man ja nur den leichter Er-krankten die Benutzung des gemeinsamenCiosetraumes gestatten, welche keinerlei An-steckungsgefahr für die übrigen Familien-mitglieder befürchten lassen. FieberndeKranke und sehr schwache, elende Personensind selbstredend gezwungen, ihre Entlee-rungen im Bette liegend zu vollziehen. Fürdiejenigen Kranken, welche zwar aufstehenkönnen und dürfen, aber von dem Besuchedes Ciosetraumes zurückgehalten werdenmüssen, hat man besondere Defäcations-apparate construirt, die sog. Zimmerciosets,welche transportabel sind und in die Nähedes Krankenlagers gebracht werden können.Sie bestehen gewöhnlich aus einem hölzernenZimmernachtstuhl für Kranke. Kasten mit aufklappbarem Deckel, in dessen

Innenraum sich ein Porzellaneimer, der zurAufnahme der Entleerungen bestimmt ist, befindet. Die ganze Vorrich-tung geht am besten auf Rollen, die mit Gummireifen belegt sind.Zweckmässigerweise wird, wie dies neuerdings bereits vielfach geschieht,statt des Holzkastens ein cylindrisch geformter Metallkasten als Mantelfür die transportablen Ciosetapparate gewählt, weil dieselben dannleichter zu reinigen bezw. zu desinficiren sind. Die Kästen müssen miteiner Thür an der Vorderfläche versehen sein, um das innere Porzellan-gefäss leicht entfernen zu können. Die unter dem Deckel befindlicheSitzfläche sei stets aus Holz oder wenigstens mit einer vorderen Holz-leiste versehen, weil das Metall für die Kranken zu kalt ist; andernfallsist es stets nöthig, vor der Benutzung ein Stück Wollenzeug auf denvorderen Rand der Sitzplatte zu legen. Als Innenbehälter sind diePorzellaneimer den Zinkkästen weit vorzuziehen, da sie sich nicht nurviel besser reinigen lassen, sondern auch übele Gerüche weniger conser-viren. Auch die Sitzplatte muss abnehmbar hergestellt und weder zuhoch noch zu niedrig sein, um dem Kranken unbeo-ueme Körperhaltungen