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2,1 (1902)
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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Krankenbette stehenden Nachttischchens deponirt-werden; es ist vielmehrzur Verhütung von Missgriffen und ihren schädlichen Folgen notwendig,dass die Arzneigefässe auf einem besonderen eigens hierzu bestimmtenTische Platz finden. Von besonderer Wichtigkeit ist es, dass sehr starkwirkende, giftige Medicamente aus der Nachbarschaft der Kranken fern-gehalten werden; am rathsamsten erscheint es, derartige Medicamentein einem besonderen Wandschränkchen aufzubewahren, welches denKranken nicht zugänglich ist.

Um ein möglichst genaues Abmessen der Arzneien entsprechend derauf der Signatur vermerkten Dosirung zu ermöglichen, sind in neuererZeit eine Eeihe besonderer Geräthschaften construirt worden, welche dasordnungsmässige Verabreichen der Medicamente wesentlich erleichtern.Während man früher auch in den Hospitälern sich für die Abmessungder Arzneien ausschliesslich der noch heute in den Privathäusern häufigverwendeten gewöhnlichen metallenen Tischlöffel und der Tischgläser desHausraths bediente, verwendet man neuerdings mehr besondere, eigensfür Krankenzwecke bestimmte technische Geräthschaften, bei deren Her-stellung im Wesentlichen die Gesichtspunkte einer leichten Reinhaltungder betreffenden Gefässe,

Fig. 82.

Fig. 83. Fig. 84.

Fig.

85.

Arzneilöffel.

Arzneigläser.

einer möglichst exaetenDosirung der Einzelmengenund einer für. den Krankenmöglichst bequemen Dar-reichung maassgebend sind.In Uebereinstimmung mitder immer weiter fort-schreitenden Verbreitungdieser Arzneigeräthe steht

die Thatsache, dass neuerdings die früher allein übliche, auf den Signa-turen vermerkte Angabe: „Esslöffelweise, kinderlöffelweise, theelöffelweisezu nehmen" allmälig verschwindet und durch die Angabe: „Zweistünd-lich 5 g zu nehmen,, etc. ersetzt wird. Dass, ebenso wie alle übrigenObjecte des Krankencomforts, auch die Arzneigeräthe, welche die Ein-verleibung der Arznei in den Körper des Kranken direct vermitteln, aufdas Peinlichste sauber gehalten werden müssen, braucht hier nicht desWeiteren erörtert zu werden; die Geräthe sollen stets sofort nach demGebrauch sorgfältig abgewaschen und in ein Gefäss mit reinem "Wassereingestellt werden. Man hat hauptsächlich zwei verschiedene Arten vonDarreichungsgeräthen für Arzneien zu unterscheiden: 1. Arzneilöffel und2. Arzneigläser. Der Grund, weshalb man als Herstellungsmaterial fürdie Arzneigeräthe ausschliesslich Porzellan oder Glas wählt und Metallmöglichst vermeidet, ist darin zu erblicken, dass das Metall von vielenMedicamenten, welche Säuren, Alkalien oder nach anderer Richtungdifferente Körper enthalten, angegriffen wird und die Geräthe dannschwer gereinigt werden können.

Die Arzneilöffel (Fig. 82) haben eine ähnliche Gestalt wie die für