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kleines Glastrichterchen mit Ausflusstülle nebst Luftlöchelchen tragt, dasseinerseits wiederum durch einen kleinen Korkstöpsel verschlossen wer-den kann (Fig. 80). Zweckentsprechend scheint auch die von 0verlach(Ibidem. 1894. pag. 388) angegebene Tropfkappe für Arzneigefässe zusein, welche eine schnabelförmige Gestalt hat und an einem federndenRinge befestigt ist. der an den Flaschenhals jeder gewöhnlichen Glas-flasche angelegt werden kann (Fig. 81). Tropfvorrichtungen, welcheeine Pipetten-artige Construction aufweisen, d. h. aus einem in denFlaschenhals eingeschliffenen Glasrohr bestehen, dessen obere Oeffnungdurch eine Gummikappe verschlossen ist, sind hingegen für innerlich zunehmende Arzneien nicht geeignet, da sie nicht genügend gegen die Luftabschliessen.
Nicht minder wichtig für die Vermeidung eines Verderbens der denKranken darzureichenden Arzneien als ein hinreichender Luftabschhssder Arzneibehältnisse ist die Umgebungstemperatur, in welcher die Me-dicamente gehalten werden. Bei denjenigen Arzneien, welche erfahrungs-
gemäss einen besonders günstigen NährbodenFig. 80. Fig. 81. für die Entwicklung pflanzlicher Mikroorga-
nismen (Bactcrien, Schimmel- und Spross-pilze) darbieten und besonders leicht che-mischen Zersetzungen unterliegen, erscheintes unbedingt nothwendig, diesen unerwünsch-ten Processen, welche den Nutzen der Arzneinicht nur vollkommen illusorisch machen,sondern directe Schädigungen des KrankenTropfkork. Tropf kappe nach im Gefolge haben können, dadurch vorzu-Overlach. beugen, dass man die Arzneigefässe, an-dauernd in kaltes Wasser bezw. in Eis ein-stellt, ein Verfahren, welches vor allem in der heissen Jahreszeit, aberauch sonst vielfach in Rücksicht auf die dauernd erhöhte Lufttemperaturder Krankenräume geboten ist. Noch aus einem anderen Grunde er-scheint es nothwendig, der richtigen Temperirung der dem Krankenzu verabreichenden flüssigen Medicamente in höherem Maasse Beachtungzu schenken, als dies bisher üblich ist; die in der Apotheke frisch be-reiteten Arzneien, insbesondere die Decocte und Infuse, kommen nichtselten in noch heissem Zustande in die Krankenräume und können daherleicht durch das Pflegepersonal den Kranken in einer wenig zuträglichenTemperatur dargereicht werden. Desgleichen ist der Ort, an welchemdie Medicamente in der Zwischenzeit zwischen den einzelnen GabenAufstellung finden, von Bedeutung. Ebenso wie es als unzweckmässigbezeichnet werden muss, die Krankengeschichten und Temperaturtabellenin den Hospitälern am Kopfende der Krankenbetten oder im nächstenBereiche der Kranken zu placiren, da diese Einrichtung häufig dazuführt, dass die Kranken Missbrauch mit diesen Objecten treiben, kannes als wünschenswerth angesehen werden, dass die für die Kranken be-stimmten Arzneiflaschen auf der oberen Glasplatte des neben dem