Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.
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einen einfachen Handgriff die an ihnen angebrachte Tropfvorrichtung inThätigkeit gesetzt werden kann. In früheren Zeiten hatte man aus-schliesslich die gewöhnlichen Arzneinaschen auch für die in Tropfenformverordneten Medicamente verfügbar, bei deren Anwendung ein leichtesund genaues Abzählen der Tropfen selbst dann nicht mit Sicherheit zuerreichen war, wenn man den im Volke seit Alters bekannten kleinenKunstgriff zu Hilfe nahm, den oberen Rand der Flasche ein wenig an-zufeuchten; späterhin verwendete man Tropfgefässe, welche in der Arthergestellt waren, dass die obere Apertur der Flaschen statt des ge-wöhnlichen, cylindrischen Korkstopfens mit einem Stückchen präparirterThierblase, die am Flaschenhals durch eine feine circuläre Schnur be-festigt und beim Gebrauch mittels einer Nadel zwiefach durchbohrt wurde,verschlossen waren. Derartige Vorrichtungen kommen jedoch heutzutagenur noch für Improvisationszwecke in Betracht, da sie den nicht uner-heblichen Nachtheil haben, dass sie nicht genügend den Flascheninhaltgegen das Eindringen von Staub schützen. Die jetzt allgemein gebräuch-ichen Tropfverschlüsse für
Fig. 77. Fig. 78.
Fig. 79.
Verschiedene Systeme von Tropfvorrichtungenfür Arzneiflaschen.
Arzneiflaschen bestehen auseinem absolut luftdicht inden Flaschenhals einge-schliffenen Glasstöpsel, anwelchen ein kleiner Glas-handgriff angeschmolzenist, vermittelst dessen derStopfen nach Belieben ver-stellt werden kann. Esexistiren mehrere verschie-Idene Systeme dieser glä-sernen Tropfvorrichtungen,welche jedoch sämmtlich auf dem Princip beruhen, dass durch die Ver-stellung bezw. Drehung des Stopfens sowohl eine feine Ausflussrinne für[die einzelnen Tropfen gebildet, als auch gleichzeitig eine zweite feineOeffnung für den Eintritt einer geringen Menge Luft, wie sie nach phy-sikalischen Gesetzen zum Zustandekommen gleichmässigen Ausfliessensvon Flüssigkeiten aus geschlossenen Hohlräumen erforderlich ist, her-gestellt wird (Fig. 77, 78, 79). In den letzten Jahren ist das Her-stellungsverfahren für diese Tropfflaschen wesentlich vereinfacht unddaher ihr Preis ein geringerer geworden, so dass sie gegenwärtig auchlin den öffentlichen Hospitälern eine immer weitergehende Anwendung undVerbreitung erfahren. Immerhin sind die Bemühungen nur zu billigen,welche darauf abzielen, geeignete Tropfverschlüsse für Arzneigefässe zu|construiren, welche möglichst einfach in der Herstellung und daher mög-lichst wenig kostspielig sind; eine recht einfache und praktische Vor-richtung dieser Art stellt der sog. „Tropfkork" dar (vgl. Zeitschr. f.Krankenpfi. 1894. pag. 180), welcher aus einem gewöhnlichen, cylin-drischen Flaschenkork besteht, der in der Mitte durchbohrt ist und ein