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P. Jacobsohn,
zeigt, dass bei solchen Kranken die Verwendung der gewöhnlichen Ess-geräthe unbequem und anstrengend sowohl für den Kranken als denPflegenden ist und häufig auch garnicht zum Ziele führt. Man sahsich daher genöthigt für die Ernährung der in ausgestreckter Rückenlagebefindlichen Kranken besondere Tassen und Löffel zu construiren, welcheein erleichtertes Beibringen der Nahrung bei diesen Kranken gestatten.Von vornherein ist es ja klar, dass Messer und Gabel bei Schwerkrankenschon deshalb nicht zur Verwendung kommen können, weil man mitdiesen Instrumenten die Kranken leicht verletzen kann. Aber auch diegewöhnlichen Tischlöffel sind bei dem Füttern von Schwerkranken,welche meist nur flüssige Nahrung geniessen dürfen, oft nicht gut. ver-wendbar, weil die Flüssigkeit beim Herabneigen des Löffels zum Krankenleicht über den Löffelrand hinüberfliesst und, anstatt dem Kranken zugute zu kommen, die Bettstücke verunreinigt. Diesen Erwägungen folgend,hat man die für Schwerkranke bestimmten Tassen und Löffel so geformt,dass einerseits ihre obere Oeffnung zum Theil geschlossen und überdachtgestaltet ist, andererseits an ihnen ein besonderer für den Mund des Kranken
Fig. 70.
Piff. 71.
Piff. 72.
Schnabeltassen für die Ernährung Schwerkranker.
bestimmter und von seinen Lippen leicht erfassbarer Ausfluss, eine sog. Tülle,angebracht ist, wodurch die bequeme Aufnahme des Inhaltes wesentlich er-leichtert wird. Diese Krankengeräthe werden gewöhnlich als Schnabeltassenund Sclmabeliöffel bezeichnet und sind, um die Nahrimgsdarreichung für dasPflegepersonal zu erleichtern, meist mit einem Henkel versehen (Fig. 70—76).Als Heretellungsmaterial dient gewöhnlich Porzellan oder Steingut, bisweilenauch Glas. Es verdienen jedoch die Porzellangeräthe den meisten Vorzug, dasie nicht so leicht springen und brechen als die gläsernen Gefässe, welchebekanntlich gegen warme Temperaturen empfindlicher sind. Ueberdiesist zu bedenken, dass manche Schwerkranke, besonders solche, derenSensorium nicht ganz frei ist, die Neigung zeigen, die ihnen dargebotenenEssgeräthe zu zerbeissen oder zu zerbrechen. Für derartige Kranicewürden auch metallene Geräthe in Frage kommen, welche indess schwie-riger zu reinigen sind als die Porzellangeräthe. Jedenfalls müssen dieMetallgeräthe, die zur Verwendung kommen, mit einer sehr guten Glasurversehen sein und es darf weder das verwendete Metall selbst, nochauch die Glasur Beimischungen enthalten, welche dem Kranken nach-theilig werden können (Kupfer, ßlei). Ein Haupterforderniss bei derVerwendung aller dieser Hilfsmittel für die Nahrungsdarrichung ist stetsihre absolute Sauberkeit und Reinheit. Um dieses Ziel erreichen zu