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P. Jacobsohn,
Herstellung- einer grösseren Menge kleiner Eisstückchen von gleichemVolumen, der sog. Eispillen, welche direct in den Magen der Krankenhinein gelangen (Ulcus ventriculi etc.), zu. Neuerdings werden in England
diese Eispillen für die Zwecke derFig. 63. Krankenpflege in grossem Maass-
stabe hergestellt, indem grössereStücke Eis künstlich erzeugt unddann maschinell in zahlreiche kleineWürfel von genau derselben Grössezerschnitten werden; gleichzeitigwerden die einzelnen kleinen Würfelmit einem Fabrikstempel versehen,der ihre Herkunft und keimfreieBeschaffenheit verbürgt, und alsdanndurch erneutes Zusammenfrieren-lassen wiederum zu einem grösserenin den Apotheken erhältlichenWürfel vereinigt, der sich dann sehrleicht durch kurze Benetzung mitWasser in die kleinen Theilstück-chen zerlegen lässt (vgl.. Zeitschr.f. Krankenpfl. 1894. pag. 222).Um die kleinen Eisstückchen, welchedem Kranken verabreicht werdensollen, längere Zeit unzerschmolzenzu erhalten und so einen sparsa-meren Eisverbrauch zu erzielen, bedient man sich mit A^ortheil derneuerdings construirten Eistassen (Fig. 64), welche aus einem Glas-becher mit Henkel und durchlochtem Glaseinsatz bestehen; das Eis liegt
in allen diesen Geräthen stets trocken dadurch,dass alles Tropfwasser in den unteren Hohl-raum des Gefässes abrieselt.
Um das für Schwerkranke, die nur mühsamkauen und schlucken können, nöthige Zerschnei-den und Zerkleinern der festeren Speisen zuerleichtern, ist vor einiger Zeit in Frankreichein Apparat construirt worden, der den Namen„Masticator" (Kauinstrument) führt und so ein-gerichtet ist, dass durch das Hin- und Her-bewegen zweier Handgriffe zwei entsprechendemit parallelen Messerchen besetzte Branchenin Bewegung gesetzt werden, die ein schnellesund gleichmässiges Zerkleinern der Speisen besorgen (Revue de Poly-technique med. 1896).
Da die Nahrungsaufnahme für durch dauernde Krankheit erschöpfteIndividuen immerhin mit einer gewissen Muskelanstrengung verknüpft
Eismaschine für Krankenzweclienach Liebreich.
Fig. 64.
Eistasse.