Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.
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Fig. 65.
ist welche durch verschiedene Factoren wie das längere Sichaufsetzen,das Halten der Speiseschüssel, das Zumundeführen des Löffeis etc.bedingt ist, so hat man in der Absicht den hierzu nöthigenKräfteaufwand möglichst einzuschränken, eine Anzahl technischerVorrichtungen und Gerätschaften construirt, welche geeignet sind,den Akt der Nahrungsaufnahme für den Kranken zu erleichtern undbequemer zu gestalten. Schon Dieffenbach (1. c. pag. 40) empfiehltdem Kranken nicht den Speiseteller direct in das Bett zu stellen, weildas fortwährende Festhalten desselben unbequem und anstrengend ist,sondern ihm vielmehr die Speisen auf einem in das Krankenbett ge-stellten Essbrett zu serviren, auf welches ein weisses Tuch gebreitetist. Neuerdings finden in den Hospitälern vielfach besondere Esstablettsaus Holz oder Papiermache von gefälliger Form Verwendung. In denreicher ausgestatteten Speciaikrankenanstalten, insbesondere in denEinzelzimmern, hat man in den letzten Jahren, allerdings noch in ge-ringem Umfange, die sog. verstellbaren Krankenesstische eingeführt, welchesich als ausserordentlich praktisch bewährthaben. Es ist in letzter Zeit eine ganzeReihe dem erwähnten Zwecke dienender Ge-räthschaften des Krankencomforts angegebenworden. Ein Theil dieser Geräthe hat dieForm einer kleinen Fussbank, welche nichtganz so breit ist als das. Krankenbett und vordem Kranken auf die Polstermatratze aufgesetztwird. Die horizontale Platte dieser Essbänkchenkann vermittelst einer drehbaren Kurbel durchden Kranken selbst oder durch das Pflege-personal je nach Erforderniss höher oder tiefergestellt werden. Manche dieser Essbänkchen
sind auch mit einer kleinen Zahnstange versehen und so eingerichtet,dass die horizontale Platte des Apparates sich um ihre Längsaxedrehen und in jeder beliebigen Neigung feststellen lässt, so dassman das Geräth gleichzeitig als Lese- und Schreibpult verwendenkann (Fig. 65). Ein anderer Theil dieser Geräthe wird nicht indas Bett hineingesetzt, sondern steht vielmehr seitlich vom Krankenbetteauf dem Fussboden. Die letzteren Geräthe sind die eigentlichen Kran-kenesstische. Sie bestehen meist aus einem verticalen Stativ, welchesin ein horizontales Fussgestell, das gewöhnlich mit Rollen versehen ist,um den Tisch leicht an das Bett heranbringen . zu können, eingelassenist. An dem oberen Ende des verticalen Stativs ist eine viereckigehorizontale Aufsatzplatte, die eigentliche Tischplatte, befestigt. DieseApparate werden neuerdings sowohl aus Holz als auch aus Eisen her-gestellt. Für Hospitalzwecke sind natürlich die aus Eisen construirtenKrankenbetttische vorzuziehen. Die Construction dieser Apparate ist inden letzten Jahren in bemerkenswerther "Weise vervollkommnet worden;man hat jetzt Tische dieser Art, deren vertikales Stativ durch Kurbel-
Essbänkchen für Kranke.