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2,1 (1902)
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.

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Piff. 61.

tische, die im Vorraum der Krankensäle ihre Aufstellung finden. In letzterZeit ist man soweit gegangen, selbst die Speiseteller und Speiseschüsseln mitVorrichtungen zu versehen, welche ein Auskühlen des für die Kranken be-stimmten Inhalts verhindern. Diese Geräthe sind doppelwandig, aus Metallhergestellt und enthalten zwischen den beiden Wandungen eine gewisseMenge essigsauren Natriums, das in Glycerin gelöstist. Da dieses Salz die Eigenschaft hat, beim Aus-krystallisiren aus seinen Lösungen sehr viel Wärmefreizumachen, so bleiben derartige Geräthe stunden-lang warm, nachdem sie einmal in heisses Wassergestellt sind (vgl. M. Mendelsohn in v. Leyden'sHandbuch der Ernährungstherapie. Bd. I. pag. 448).Für die Kühlung der für Kranke bestimmten Getränkebedient man sich gleichfalls geeigneter besonderer Ge-räthschaften. In den Plospitälern hat man Tür diesenZweck Eisschränke, welche in jedem Augenblick be-liebige Mengen von Milch etc. im gekühlten Zustandezur Verfügung stellen. Um kleinere Mengen eisgekühlterGetränke herzustellen, sind besonders gut verwendbardie neuerdings von Aron angegebenen Kühlgläser(Fig. 62), welche aus zwei ineinander gestellten Trink-gläsern bestehen, die durch einen Gummiring miteinander verbunden sind, und. zwischen deren Wandungen sich Eis be-findet, das sich bei luftdichtem Abschluss länger unzerschmolzen erhält(Deutsche med. Wochcnschr. 1899. Therap. Beilage No. 3. pag. 19).

Ein einfaches Verfahren, um Getränke auch ohne Eis zu kühlen,besteht darin, dass man ein dickes, inund lose ausgedrücktes Handtuch um daswelches das zu kühlende Getränk enthält,wickelt und das Ganze ca. 15 Minuten

Speisetrage fürKrankenhäuser.

kaltesGefäss,herum-lang

Wasser getauchtes

Fig. 62.

an

das geöffnete Fenster, am besten in Zugluft stellt,wodurch eine sehr bedeutende Abkühlung des Inhaltserfolgt (Zeitschr. f. Krankenpfl. 1897. pag. 223).Ganz zu verwerfen ist hingegen das Hineinwerfenvon Eisstücken in das Getränk selbst, da das ge-wöhnlich verwendete Eis nachgewiesenermaassenhäufig schädliche Bacterien ' enthält. Aus diesemGrunde sollte zu therapeutischen Zwecken stets nurkünstlich hergestelltes, sterilisirbares Eis zur Ver- Getränke nach Aron.wendung gelangen, dessen Erzeugung allerdings nochziemlich kostspielig ist. Ein sehr practischer Apparat zur Herstellunggeringerer Mengen keimfreien Eises ist von Liebreich construirt worden,eine kleine Eismaschine (Fig. 63), bei welcher' die grosse Tempera-turerniedrigung, welche das Ammoniumnitrat bei der Auflösung in Wasserbedingt, ausgenutzt wird (Zeitschr. f. Krankenpfl. 1894. pag. 336).Ganz besondere Wichtigkeit kommt diesem Geräth auch hinsichtlich der

Glas für eisgekühlte