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P. .Jacobsohn,
dauernd das Bett hüten müssen. In den öffentlichen Hospitälern, inwelchen man gezwungen ist, eine Anzahl Schwerkranker in demselben Räumeunterzubringen, lassen sich natürlich nicht alle diejenigen Momente demKrankenbette des Einzelnen gänzlich fernhalten, welche die Nahrungsauf-nahme beeinträchtigen könnten. Aber immerhin wird auch hier stets dahinzu streben sein, die Speisendarreichung so sorgfältig als nur immer möglichzu gestalten. Darüber, dass auch bei den bettlägerigen Kranken stetsnur sauberes und unbeschädigtes Essgeschirr verwendet werden soll, istweiter kein Wort zu verlieren; sind doch gerade kranke Personen indieser Hinsicht besonders penibel und bereit eine schwer zu verschmer-zende Vernachlässigung darin zu erblicken, dass nach dieser Richtunghin gefehlt wird (vgl. E. v. Leyden, Ueber Specialkrankenhäuser etc.pag. 11; M. Mendelsohn, Comf. d. Kranken, pag. 55; ferner den Auf-satz von F. Liese, Deutsche Kranken pfl.-Zeitung 1898. pag. 178).
Neben der appetit-Fig- 60. liehen Anrichtung der Kran-
kenspeisen ist es auch vongrosser Bedeutung, dassAlles, was dem Krankenvorgesetzt wird, schmack-haft und bekömmlich nachden subtilen Regeln devKrankenkostbereitung her-gestellt ist. Sodann istes wichtig, dass die Speisenstets die richtige Tempe-ratur haben. Um dieseBedingung, welche sichim Privathause ja leichtdurch Oontrolle mittelstder neuerdings eingeführtenbilligen und practischen, mit gefärbtem Alkohol gefüllten Speisethermometererfüllen lässt, auch in den Hospitälern durchführen zu können, hat manin den letzten Jahren besondere Apparate construirt, welche verhüten,dass die Speisen während des Transports von der Küche nach den ein-zelnen Krankenräumen sich abkühlen (vgl. v. Leyden, 1. c). In manchenKrankenhäusern werden die Speisen mittelst besonderer Fahrstühle in dieverschiedenen Abtheilungen des Hauses aus der Küche aufgezogen, insbe-sondere in denjenigen Hospitälern, welche nach dem Corridorsystem gebautsind. Wo hingegen das Pavillonsystem durchgeführt ist, hat man kleineheizbare Speise-Transportwagon, welche die -Speisen zu den einzelnenPavillons hinbefördern (Fig. 60). Die Speisen selbst befinden sich inverdeckten Scbüsscln, die gewöhnlich mehrfach auf einander geschichtet(Speise-Menagen, Fig. 61) und in mit Stroh- oder Filzplatten ausgelegteMetallkästen eingestellt werden, die während des Transports fest verschlossengehalten werden. An manchen Orten bedientman sich auch besonderer Wärme-
Speise-Transportwagen für Krankenhäuser.