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P.Jacobsohn,
Reifenbahre für dasKrankenbett.
betten, deren Niveau durch hydraulische Maschinerien verändert werdenkann, sind in England angegeben worden (vgl. den Aufsatz von Groner,Deutsche med. Wochenschr. 1898. No. 27).
Ebenso wie man sich bemüht hat, den Druck der Unterlage gegendie Körperoberfläche des im Bette liegenden Kranken auf mannigfacheWeise zu mildern und abzuschwächen, hielt man es auch für nöthig,
Vorrichtungen zu schaffen, welche verhindern,Fig- 48. dass von oben her auf erkrankte oder gefähr-
'/ \ //\ ~F~\ c ' e ^ e Körpertheile ein zu starker Druck aus-/ \ II \ (l \ geübt wird. Bei manchen Kranken, die sehr
schmerzhafte locale Affectionen aufweisen (Peri-tonitis, Periostitis etc.) wird schon der blosseDruck der Bettdecke als eine unerträglicheLast empfunden und es ist daher dringendgeboten, die betreffenden Körperstellen vondiesem Druck zu entlasten. Man bedient sichfür diesen Zweck der sogenannten Reifen-bahren. Es sind dies halbkreisförmig gebogene Drahtgestelle, welcheaus drei parallelen vertikal gestellten .Drahtreifen bestehen, die in zweihorizontale Leisten eingelassen sind (Fig.48). Dieser Apparat wird über dererkrankten und schmerzhaften Körperstelle unter der Bettdecke placirt,so dass diese nur auf der Reifenbahre, nicht aber auf dem Krankenlastet. Derartige Reifenbahren verwendet man auch vielfach, um dieununterbrochene Einwirkung bestimmter therapeutischer Agentien auf
einzelne circumscripte Körperstellen (Eis-blase) zu sichern, indem man die be-treffenden Applicationsmittel mit einerSchnur an einem der drei Drahtreifenbefestigt. Eine den Reifenbahren nahestehende Vorrichtung ist der sog. Kopf-reifen , welcher aus einem grösseren,halbkreisförmigen Metalldrahtreifen be-steht, der am Kopfende des Kranken-bettes quer über das Bett gespannt wird,wobei seine Enden beiderseits zwischenBettgestell und Polstermatratze einge-klemmt werden. Auch hier kann insehr bequemer und zweckmässigerWeise das Aufhängen von für denKopf des Kranken bestimmten Applicationsmitteln erfolgen. Werdenmehrere derartige Kopfreifen an ihren seitlichen Endpunkten durch einCharnier verbunden, so erhält man eine Vorrichtung, die zweckmässig als„Charnierreifen" bezeichnet werden kann (Fig. 49). Ueberzieht man dieseOharnierreifen mit Leinwand, gummirtem Stoff oder Ledertuch, so zwar,dass der betreffende Stoff leicht an- und abzuknöpfen ist, so bilden dieDrahtreifen mitsammt dem sie bedeckenden Gewebe eine verdeckartige
Pig. 49.
Charnierreifen für das Krankenbett.