Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomforts.
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Fig. 23.
Ergänzung in den Krankensälen noch die Aufstellung verschiedenerkünstlicher Lüftungsapparate, deren Construction entweder auf demnatürlichen Ausgleichungsbestreben zweier Luftsäulen, deren Gleichgewichtdurch Temperaturunterschiede gestört ist, oder auf der Anwendungmaschineller Kräfte, durch welche frische Luft in die Räume gepresstund schlechte Luft aus denselben abgesaugt wird, beruht. Hierhin ge-hören die verschiedenen Systeme der an den Wänden der Krankensäle.angebrachten Luftkanäle und der Pulsions- und Aspirationsapparate(vergl. Näheres hierüber in dem Capitel „Bautechnik". Bd. I. diesesHandbuches, pag. 790 ff.). Von den in früheren Zeiten häufig in denKrankensälen verwendeten Räucherapparaten für die Zwecke der Luft-verbesserung ist man heutzutage ganz abgekommen, seitdem man erkannthat, dass alle Räucherungen die Luft in den Krankensälen in keinerWeise zu reinigen vermögen, sondern nur dendurch die Ausdünstungen und Entleerungen derKranken erzeugten schlechten Geruch der Luftverdecken. Man ist heute allgemein zu derErkenntniss gelangt, dass die Luft der Kran-kenräume nur dann den Anforderungen derKrankenpflege genügt, wenn sie den Riech-nerven keinerlei Reiz, weder nach der an-genehmen noch nach der unangenehmen Seite,darbietet.
Mit den bisher erwähnten Objecten undVorrichtungen, welche dem Rahmen der innerenEinrichtung und Ausstattung der Krankensäleangehören, wäre die Schilderung aller derjeni-gen technischen und materiellen Hilfsmittelder Krankenpflege erschöpft, welche mit un-bedingter Nothwendigkeit einen dauerndenBestandteil des Inventars der Krankenräume
bilden müssen. Hieran schliessen sich nunmehr diejenigen Aus-stattungsobjecte an, deren Vorhandensein in den Krankensälen nach denheutigen wissenschaftlichen Anschauungen wünschenswerth ist, obgleichsie über das Maass des absolut nothwendigen — wenigstens nach denbisher vielfach üblichen Vorstellungen — ein wenig hinausgehen, weilsie es ermöglichen, ohne besonders grossen Aufwand den dauerndenAufenthalt in den Krankenräumen angenehmer und behaglicher zu ge-stalten und auf diese Weise eine der Genesung günstige Einwirkung aufdie Psyche des Kranken zu erzielen. Wenn auch zugegeben werdensoll, dass im Interesse einer möglichst gründlich durchzuführenden Des-infection der Krankenräume man gut daran thun wird alle wirklichüberflüssigen und zwecklosen Gegenstände, insbesondere aber solche,deren Form oder Herstellungsmaterial einer hinreichenden ReinigungWiderstand entgegensetzt, aus ihnen fern zu halten, so darf man dieFurcht vor den Bacillen- und Staubfängern doch auch nicht übertreiben
Einfacher eiserner Blumen-tisch für Krankenhäuser.