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säle anlangt, so verwendet man in den grösseren, modern ansgestattetenHospitälern last ausschliesslich elektrische Lichtanlagen, da sich dieseArt der Beleuchtung gerade für Krankenzimmer als besonders zweck-mässig erwiesen hat. Das elektrische Licht, welches den gläsernenGlühbirnen entstrahlt, besitzt sowohl eine hinreichende Helligkeit alsGleichmässigkeit im Brennen; ausserdem gewährt es den grossen Vor-theil, dass es die Luft der Krankenzimmer in keiner Weise durch Ver-brennungsproducte verunreinigt. Wie bei der natürlichen Beleuchtungam Tage durch diffuses Sonnenlicht für eine geeignete Anordnung derFenster zu sorgen ist, so ist auch bei der Montirung der künstlichenBeleuchtung Bedacht darauf zu nehmen, dass die Lampen in denKrankensälen möglichst gleichmässig vertheilt werden, damit nach derdes Abends vorgenommenen Entzündung der Flammen über sämmtliclienKrankenbetten die gleiche Lichtintensität herrscht. Die Zahl der Lam-pen, von denen man zweckmässig einen Theil in der Mittellinie desPlafonds, einen anderen an den Wänden zwischen den Kopfenden derKrankenbetten anbringt, richtet sich natürlich nach der Grösse desKrankensaales und muss so bemessen werden, dass die herabstrahlendeLichtfluth weder zu grell ist, damit sie die Kranken nicht blende, nochzu schwach, damit Arzt und Pflegepersonal bei ihren Verrichtungen amKrankenlager deutlich sehen können. Von grossem Vortheil ist es,wenn die einzelnen Flammen so eingerichtet sind, dass jede von ihnennach Belieben für sich entzündet und ausgeschaltet werden kann, daman alsdann in der Lage ist, die jedem einzelnen Bette zufallendeLichtiütensität genau zu dosiren und nach den individuellen Erforder-nissen der Kranken zu reguliren. Um die Helligkeit des elektrischenLichtes, welche ja bei der Verwendung der Vacuum-haltigen Glühbirnenohnehin keine übermässige ist, in den Krankensälen zu mildern, hatman vorgeschlagen, die Glasbirnen sämmtlich oder theilweise aus blass-grünem oder blassblauem Glase herzustellen. In den älteren Kranken-häusern findet man vielfach noch Gasbeleuchtung in den Krankensälen.Die Gasbeleuchtung ist billiger als die elektrische; die Gasflammen er-zeugen jedoch ziemlich viel Kohlensäure und erhitzen bei längeremBrennen die umgebende Luft in erheblichem Maässe. Empfehlenswerthist bei Gasbeleuchtung die Verwendung des Auer'schen Glühlichtes,welches die Helligkeit der Lampen wesentlich erhöht und den Gas-verbrauch vermindert. Die Gaslampen werden zweckmässig mit einemverstellbaren grünen Lichtschirm aus Blech versehen. Die vom Plafondherabhängenden Lampen werden mit Vortheil so construirt, dass sie inverticaler Richtung verschieblich sind. Zur Nachtzeit ist selbstredendeine viel weniger intensive Beleuchtung erforderlich als am Abend;meist wird eine einzige milde Flamme, deren Licht durch einen Schirmgedämpft wird, für den Krankenraum ausreichend sein.
Gleich den Belenchtungseinrichtungen erfordern auch- die in denKrankensälen etablirten Heizvorrichtungen hier eine kurze Besprechung.Während man in früheren Zeiten sich ausschliesslich, der örtlichen Be-