Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
32
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32 P. Jacobsoli n .

in ihrer Anwendung am Krankenbette einen wesentlichen direktenlleilfactor repräsentirt, welchen man dem Kranken in möglichstausgedehntem Maasse zur Verfügung zu stellen bemüht sein muss,zeigt auf das deutlichste, ein wie erspriessliches und erfolgreichesFeld der Krankenfürsorge der weiteren Bebauung erschlossen wor-den ist.

In den nachfolgenden Ausführungen, welche sich zum Ziel gesetzthaben das gegenwärtige Niveau des Krankencomforts sowie die Ergeb-nisse neuerer Bestrebungen auf diesem Gebiete der Krankenpflege ein-gehender zu schildern, dürfte es sich als zweckmässig erweisen denKrankencomfort, wie er in einem modernen Hospitale zur Verfügungsteht, und den Krankencomfort, wie er für die Pflege eines Kranken imPrivathause erforderlich ist, in gesonderter Betrachtung abzuhandeln,weil die Verhältnisse des Krankenhauses schon dadurch von den Ver-hältnissen im Privathause in sehr erheblicher Weise abweichen, dass ineinem Hospitale ja von vornherein Alles auf die Bedürfnisse krankerMenschen zugeschnitten ist und die Krankenpflege den eigentlichenZweck des Krankenhauses darstellt, während im Privathause, welcheseinen Kranken beherbergt, erst beim Beginne der Erkrankung alle Hilfs-mittel des Krankencomforts in Bereitschaft gesetzt werden, und hierdas Maass an Krankencomfort, welches dem Kranken dargeboten werdenkann, ein ausserordentlich wechselndes und von äusseren Umständenabhängiges ist.

4. Fürsorge für den Krankencomfort im Hospital.

a) Innere Einrichtung und Ausstattung der Krankenräume.

Die Krankenräume, welche in den Hospitälern zur Unterbringungund Beherbergung der kranken Individuen bis zu ihrer Wiederherstellungzur Verfügung stehen, unterscheiden sich in erster Linie dadurch vonden Krankenräumen des Privathauses, dass in ihnen nicht nur ein ein-ziger Kranker, sondern mehrere derselben in einem Räume untergebrachtwerden. Hieraus ergiebt sich die Notwendigkeit die einzelnen Kranken-säie in einer solchen Grösse zu wählen, wie sie der Zahl der in dembetreffenden Räume dauernd unterzubringenden Kranken, bezw. derBettenzahl, entspricht. Die Grösse der Krankenräume ist dem-gemäss in den Hospitälern eine sehr verschiedene, da die Ansichtendarüber, wie viele Kranke man in demselben Räume zu gleicher Zeitbetten dürfe, ohne dadurch für den einzelnen Kranken zu erheblicheNachtheile hervorzurufen, auch heute noch sehr auseinandergehen.Indessen hat sich, entgegen den früheren Anschauungen, doch mehrund mehr die Ueberzeugung Bahn gebrochen, dass man im Allgemeinengut daran thut in den Hospitälern lieber eine grössere Anzahl ent-sprechend kleinerer Räumlichkeiten mit verhältnissmässig geringererßettenzahl für die Unterbringung der Kranken zur Verfügung zu stellen,