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führen verhindern. Der Nachtstuhl für aufstehende Kranke darf nachDieffenbach nie im Zimmer geduldet werden. Aul seinen Rand soll,um Erkältung zu vermeiden, ein Stück wollnes Zeug gelegt werden.Schwerkranke brauchen ein zinnernes Steckbecken mit breitem Rande.Man hat auch schon (1832) Steckbecken, welche einen breiten, mit Tuchüberzogenen Rand haben, welcher abgenommen oder in die Höhe ge-schlagen werden kann, wenn man den Inhalt ausgiessen will. Umden üblen Geruch im Krankenzimmer beim Forttragen des Nachtgeschirrszu vermeiden, construirte Hammer (vgl. Dieffenbach, a. a. 0. S. 105)ein Krankenbett, bei dem der Kranke den Stuhlgang durch einen rund-lichen Ausschnitt in der Matratze entleeren kann. Darunter befindetsich ein künstliches Nachtgeschirr, dessen Deckel sich durch eineneigenen Mechanismus schliesst, und zwar so genau, dass nicht der ge-ringste Geruch ausströmt (1832!). Zur Aufnahme des Harns dienenporzellanene, irdene oder zinnerne Töpfe, von denen nur die erst-genannten tauglich sind, oder auch Uringläser vom weissem Glase.Für Schwerkranke hat man längliche, platte Urinflaschen mit engemHalse, die zwischen die Schenkel gelegt werden. Den unangenehmenAnblick eines vollen Uringlases auf dem Tische verbirgt man nachDieffenbach den Augen dadurch, dass man es mit einem Ring vonPapier, mit einer Stecknadel zusammengesteckt, umstellt und dasGlas mit einem Bogen Papier zudeckt. Auch über die Art derverschiedenen Umschläge, der kalten, warmen, flüssigen, breiigen,halbfeuchten, halbtrockenen und ganz trockenen finden sich ein-gehende und vortreffliche Angaben, ebenso über die Anwendungvon Eis am Krankenbette, über Eiscompressen und Eisblasen, sowie.Bügelgestelle (ähnlich den jetzigen Reifen bahren) und quer über dasBett gespannte Tonnenreifen, an denen die Eisblase aufgehängt wird.Sodann werden erwähnt Breiumschläge mit Hafergrütze, ferner er-wärmende Kissen aus Leinwand mit Sand, Kleie, Roggen- oder Bohnen-mehl, Kamillen- oder Flicderblumcn, aromatischen Kräutern gefüllt,das Hineinstecken ganzer Körpertheile in warmen Sand oder er-wärmte Kleie, Einwickelungen mit baumwollner Watte oder lockererKammwolle, die mit Leinwand oder einer Flanellcompresse befestigtwird. Von Pflastern: Heftpflaster, Senf- und Blasenpflaster. Gegendas Durchliegen dient ein weich-gegerbtes Hirschleder, eine Elendshaut,bei geringen Mitteln ein kleines wohlfeiles Rehfell. Auf dieses Hilfs-mittel des Krankencomforts hatte, wie oben erwähnt, bereits Pfähler(1793) hingewiesen.
Den aufblasbaren Luftkissen, welche gerade um das Jahr 1830 in dieKrankenpflege eingeführt wurden, war Dieffenbach abhold. Ein Kranzaus Waschleder (wie ihn schon May 1784 empfiehlt), mit Pferdehaarennicht sehr dick gestopft, ist ihm die beste Unterlage für das Kreuz.Gegen das Durchliegen der Hacken empfiehlt er Unterlagen von zu-sammengefalteten Tüchern unter den Waden, damit die Fersen hohlliegen und kleine gepolsterte lederne Hackenringe, von den vor-