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2,1 (1902)
Entstehung
Seite
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Fürsorge auf dem Gebiete des Krankencomibrts.

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Zu Olystieren benutzt Pfahler stets die Olystierspritze, über deren An-wendung er eingehende Anweisungen giebt. Das Baden geschieht beiihm in einem hohen Badezuber aus Holz, der durch zuleitende Röhrenmit warmem oder kaltem Wasser beliebig gefüllt wird, je nachdem einY'ollbad, Halbbad oder Fussbad vorgenommen werden soll. Zur Durst-stillung bei Fiebernden dienen in den Mund genommene Citronen- undPommeranzenscheiben und erfrischende Fruchtlimonaden, zur Vermeidungvon Decubitus Lederpolster mit Rosshaarfüllung oder ein gegerbtes Reh-fell mit berganstehenden Haaren, bedeckt von einem weichen, mitHirschtalg bestrichenen Betttuch.

Die genannten Schriften bieten somit ein recht anschauliches Bildvon dem Stande des Kranken com forts bis zum Jahre 1800. Zur Zeitsehr beifällig aufgenommen, trugen sie wesentlich dazu bei eine weitereEntwickelung dieses Zweiges der Krankenpflege anzubahnen. Inter-

Fte. 3.

Mechanisches Bett mit Krankenlesetisch nach Pfähl er (1793).

cssante Fortschritte des Krankencomforts lässt in der Folgezeit ins-besondere ein Büchlein von Sabathia J. Wolff erkennen, welchesden Titel führtDie Kunst krank zu sein" (Berlin 1806). Es seigestattet hier auf eine Stelle des Werkchens hinzuweisen, welchesehr deutlich zeigt, dass die Rücksicht auf die Kranken in-

zwischen eine wesentlich höhere geworden war als früher:

,Es

würde nicht nur ein ganz eigener Apparat, welcher Alles aufsReinlichste enthält, was zum Gebrauche beim Kranken nöthig ist,in einem Krankenpflege-Institute gefunden werden müssen, sondernich würde sogar für die Mitglieder einen eigenen Anzug vorschlagen,den der Wärter, so lange er um den Kranken ist, braucht undbehält. Da die grüne Farbe den Meisten behagt, so dürfte es einesolche Jacke sein, woran keine Knöpfe, sondern Schleifen von Bändernsind, um beim lieben und Wenden dem Kranken keine Schmerzen zu

Handbuch der Krankenversorgung u. Krankenpflege. II. Bd. 2